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Nicky Hayden will seine Karriere noch lange nicht beenden © Aspar

Nicky Hayden wischt die Gerüchte über ein mögliches Karriereende wegen seiner Handverletzung vom Tisch - Über dieses Gerücht kann der US-Amerikaner nur lachen

Nach dem Grand Prix von Mugello ließ sich Nicky Hayden sein rechtes Handgelenk operieren. Leon Camier stand in Barcelona als Ersatz bereit, aber der US-Amerikaner fuhr alle Trainings. Dennoch tauchten Gerüchte auf, dass diese Verletzung die Karriere von Hayden vorzeitig beenden könnte. Sein Landsmann Ben Spies musste im Vorjahr seine Laufbahn als aktiver Fahrer wegen langwieriger Verletzungen beenden.

Hayden wischt diese Bedenken aber sofort vom Tisch. "Ich habe nur darüber gelacht", antwortet er auf die Gerüchte befragt. "Deshalb will ich darüber auch nichts sagen. Mein Team hat mich gefragt, ob wir eine offizielle Mitteilung herausgeben sollen. Aber wenn man auf jedes Gerücht antwortet? Es ist nicht ein Funken Wahrheit daran. Ich habe nur gelacht. Mein Handgelenk ist nicht perfekt, aber für einen Rücktritt bin ich noch nicht bereit."

Sportlich gesehen läuft es für Hayden mit dem Honda Production-Racer derzeit nicht wie gewünscht. Mehr als Startplatz 16 war in Barcelona nicht möglich. Wie geht es nach zwei Trainingstagen seiner Hand? "Es hilft natürlich nicht, aber ich weiß nicht, ob es mich viel kostet. Ich bin etwas weniger Runden gefahren, um mir etwas für den Sonntag aufzuheben, damit ich eine gute Position erobern kann. Es wäre eine billige Ausrede, aber die Operation war erst vor zehn Tagen. Ich habe noch die Operationsnähte."

"Das Qualifying war etwas seltsam. Im ersten Versuch fielen Regentropfen", setzt Hayden seine Analyse fort. "Diese Strecke ist sehr groß, deshalb ist es nicht einfach, den Regenflaggen zu vertrauen. Regnet es tatsächlich? Es waren aber nur Tropfen. Aus dem letzten Reifen habe ich auch nicht das Optimum herausgeholt. Somit bin ich 16. Hier ist unser Rückstand recht groß. Auch Jungs wie Hernandez sind schneller. Die Situation ist nicht ideal."

Und die Gründe für den Rückstand? "Ich weiß es nicht", zuckt der Ex-Weltmeister mit den Schultern. "Ich dachte mir eigentlich, dass wir hier in den langen Kurven und mit dem weichen Reifen konkurrenzfähiger sein würden. Es war kein spektakulärer Tag. Morgen wird sicher ein schwieriges Rennen." Für den Sonntag ist Regen vorhergesagt.

In Haydens Position wäre ein Regen- oder Flag-to-Flag-Rennen eine Chance. "Es ist natürlich nicht einfach, aber ich möchte die Chance nutzen. Ein kleines Durcheinander wäre nicht so schlecht", meint der Routinier. "Mit unserem Motorrad sollten wir im Regen konkurrenzfähig sein, denn das Handling ist sehr gut. Normalerweise schraubt man im Regen die Leistung über die Elektronik zurück. Wir wissen aber noch nicht, wie diese Elektronik im Nassen funktioniert."

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