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Honda-Werkspilot Marc Marquez fährt momentan von Sieg zu Sieg © FGlaenzel

Der Seriensieger stellt klar, dass er im Zweifelsfall an die Meisterschaft denkt und nicht alles riskiert, um möglichst viele Rennen zu gewinnen

Sieben Siege in sieben Rennen: Die Siegesserie von Marc Marquez konnte auch in Barcelona nicht gestoppt werden. Vor dem Rennwochenende in Assen hat der Spanier alle 175 möglichen Punke geholt und wird somit auf jeden Fall als WM-Leader in die Sommerpause gehen. Momentan führt der Honda-Werkspilot mit 58 Punkten Vorsprung auf Valentino Rossi die Meisterschaft an. Teamkollege Dani Pedrosa liegt 63 Punkte zurück, Jorge Lorenzo hat bereits 97 Punkte Rückstand.

Doch in Barcelona wurde Marquez mehr gefordert denn je. Rossi führte den Grand Prix von Katalonien lange Zeit an. In der Schlussphase trumpfte Pedrosa auf und wollte vor den heimischen Fans den ersten Saisonsieg holen. Doch am Ende war es erneut Marquez, der auf dem Treppchen ganz oben stand und die 25 Punkte für den Sieg kassierte.

"Ich schaute mir das Rennen im TV an. Ich war ziemlich am Limit. Auf den TV-Bildern sah man, dass das Motorrad ziemlich unruhig war. Aber jeder war am Limit. Ich denke, das war ein tolles Rennen für die Fans", blickt der 21-Jährige zurück, der Barcelona nicht zu seinen Lieblingsstrecken zählt. Durch die hohen Randsteine kann Marquez nur bedingt seinen spektakulären Fahrstil umsetzen.

Teamkollege Pedrosa hingegen mag den Kurs in Barcelona und verpasste den Sieg nur knapp. "Dani war am Sonntag bei den finalen Runden der schnellste Fahrer", betont Marquez und gibt einen Einblick in seine Taktik: "Als er an mir vorbeiging, überholte ich ihn direkt wieder, um ihn aufzuhalten. Ich wusste, dass er einen sehr guten Rhythmus hat, vor allem mit gebrauchten Reifen."

Mit dem Sieg in Barcelona hat Marquez einen Rekord aus der Saison 2002 gebrochen. Damals gewann Rossi die Rennen in Jerez, Le Mans, Mugello, Barcelona, Assen, Donington und am Sachsenring. Mit 21 Jahren ist Marquez jünger als Rossi damals. "Die Leute informieren mich bei jedem Rennen über die neuen Rekorde. Das ist eine weitere Motivation, weil es ein Beleg dafür ist, dass man gute Arbeit leistet", schildert der Spanier.

Aber Rekorde sind nicht alles: "Mein Ziel ist es, Titel zu gewinnen und nicht so viele Rennen wie möglich", unterstreicht der Weltmeister der vergangenen Saison. "Unterm Strich erinnern sich die Leute nach vielen Jahren nur noch an die Anzahl der WM-Titel und nicht an die Anzahl der Siege."

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