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Nakamoto hat mit Marquez viel Spaß, an das Wunder von 18 Saisonsiegen glaubt er nicht © Repsol

Für Shuhei Nakamoto sticht Marc Marquez verglichen mit den Honda-Erfolgspiloten der Vergangenheit nicht heraus - 18 Saisonsiege "sehr, sehr schwierig"

Shuhei Nakamoto kann getrost als Honda-Urgestein bezeichnet werden. Seit mittlerweile über drei Jahrzehnten ist der 57-jährige Japaner in die Motorsportaktivitäten von Honda maßgeblich involviert. Alles begann im Jahr 1983 mit einer Anstellung bei der Honda Racing Corporation (HRC). Dort kümmerte sich Nakamoto zunächst um die Entwicklung der Motorräder für die 125er- und die 250er-Klasse.

Seitdem Nakamoto Japaner von einem Abstecher in die Formel 1 (2008 bis 2008) wieder ins direkte Umfeld des Grand-Prix-Sports auf zwei Rädern zurückgekehrt ist, ist er es, der die MotoGP-Fäden für Honda zieht. Als HRC-Vizepräsident ist Nakamoto inzwischen im sechsten Jahr gleichzeitig Teamchef des Werksteams. Die aktuellen Erfolgszutaten sind die Honda RC213V und die Fahrer Marc Marquez und Dani Pedrosa.

Vor allem Marquez steht nach dem WM-Titel in seiner Rookie-Saison (2013) und seiner bisherigen Dominanz der Saison 2014 im Fokus. Angesichts der sieben Siege des 21-jährigen Spaniers bei den ersten sieben Saisonrennen, steht bereits die Frage im Raum, ob Marquez das Wunder schaffen kann, alle Rennen in diesem Jahr für sich zu entscheiden.

"Sollte es ihm tatsächlich gelingen, alle Rennen zu gewinnen, dann wäre das natürlich fantastisch. Ich glaube aber, dass das sehr, sehr schwierig werden dürfte", bemerkt Nakamoto und erinnert im Vorfeld des achten Saisonlaufs, dem Grand Prix der Niederlande, an die Vergangenheit: "Vor allem in Assen, wo das nächste Rennen stattfindet, ist die Yamaha im Vergleich zur Honda deutlich stärker."

Während seiner langen Schaffensperiode bei HRC hat Nakamoto mit zahlreichen Größen des Motorradrennsports zusammengearbeitet. Als herausragend bezeichnet der Japaner aber weder das aktuelle Aushängeschild Marquez noch einen der Vorgänger des amtierenden Weltmeisters.

"Ich habe die Zusammenarbeit mit allen Fahrern genossen. Jeder hat seinen ganz eigenen Charakter und seine ganz eigene Arbeitsweise. Es hat immer Spaß gemacht. Der Fahrer, der für mich am meisten heraussticht, ist immer der nächste", will sich der HRC-Vizepräsident nicht auf eine persönliche Rangordnung der Herren Mick Doohan, Valentino Rossi, Casey Stoner, Marc Marquez und Co. festlegen.

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