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Der Regen hat Aleix Espargaro einen Strich durch die Rechnung gemacht
Aleix Espargaro war von den schnellen Rundenzeiten überrascht © FGlaenzel

Aleix Espargaro rechnet sich nach seiner Trainingsbestzeit Chancen aus, auch im Grand Prix von Assen den weichen Open-Reifen einsetzen zu können

Was für ein Tag für die Espargaro-Familie: Pol markierte im ersten Freien Training für die Dutch TT in Assen seine erste Trainingsbestzeit in der MotoGP. Bruder Aleix reihte sich als Zweiter ein. Anschließend stach im zweiten Freien Training der weichere Open-Hinterreifen (weiße Markierung) von Aleix. Damit erobert der Forward-Pilot die Trainingsbestzeit. Außerdem war es ein neuer Streckenrekord.

"Das habe ich nicht erwartet, weil die Zeiten im Vorjahr am ersten Trainingstag sehr hoch waren", zeigt sich Espargaro bei 'MotoGP.com' überrascht. "Ich liebe diesen Kurs, Assen ist meine Lieblingsstrecke. Trotzdem habe ich nicht erwartet, dass ich am ersten Tag so schnell fahre." Der Spanier nutzte den weicheren Hinterreifen für eine schnelle Runde optimal. In den Rennen konnte er diese Mischung bisher nicht einsetzen.

In Assen könnte das anders sein. "Vorne bin ich etwas verloren. Am Vormittag probierte ich den weichen Vorderreifen, aber er war etwas zu weich. Dann bin ich am Nachmittag mit der härteren Mischung gefahren, das war aber sehr riskant. Wir wissen noch nicht, mit welchem Vorderreifen wir fahren werden", geht Espargaro ins Detail.

"Interessant ist der Hinterreifen. Ich bin mit beiden Mischungen schnell, aber der weichere Reifen baut weniger stark ab als die härtere Mischung. Das ist sehr merkwürdig und wir verstehen es auch nicht. Das ist aber nicht schlecht, denn vielleicht können wir mit dem weichen Reifen die Renndistanz fahren. Morgen werde ich das in einem Longrun überprüfen."

Espargaro fährt in Assen sein gewohntes Yamaha-Chassis. Beim Montagstest in Barcelona vor elf Tagen probierte er auch den Forward-Rahmen aus, den Colin Edwards seit Mugello fährt. Erst wenn weitere Testfahrten damit durchgeführt werden, zieht Espargaro ebenfalls einen Wechsel in Betracht. Derzeit fährt er mit dem Yamaha-Chassis weiter. Lediglich die Lackierung wurde wieder etwas angepasst.

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