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Weltmeister Marc Marquez fährt auch in Assen extreme Linien und Schräglagen © Repsol

Weltmeister Marc Marquez sieht in Assen die Gefahr von Yamaha - Unter Druck setzen lässt sich der siebenfache Saisonsieger nicht

Marc Marquez ist auch bei der legendären Dutch TT in Assen der große Favorit und Gejagte, obwohl im Vorjahr Valentino Rossi gewonnen hat. Am ersten Trainingstag sorgten die Espargaro-Brüder für Schlagzeilen, doch über weite Strecken der beiden Trainingssessions bestimmte der Weltmeister das Tempo. Er selbst geht das Wochenende wie gewohnt an und kümmerte sich um seine eigene Arbeit.

"Ich habe die Saison so gut begonnen und mein Level war sehr hoch. Man darf aber nicht vergessen, wer die anderen Fahrer sind. Sie verbessern sich und kommen mir näher. In Mugello, Montmelo und Assen hatte ich im Vorjahr Schwierigkeiten. In Mugello und Montmelo hat es dann aber gut geklappt. Es war aber alles enger beisammen", versucht Marquez seine Erfolgsserie von sieben Siegen in Folge einzuordnen.

Allerdings sieht es auch in Assen danach aus, dass der Honda-Werksfahrer der Mann ist, den es zu schlagen gilt. "Hier bin ich auf einem guten Level, aber es liegt wieder alles eng beisammen. Im Unterschied zu Barcelona genieße ich es hier viel mehr, das Motorrad zu fahren. Ich glaube, dass ich morgen noch einen Fortschritt schaffen kann." Das zweite Training beendete Marquez auf dem zweiten Platz. Allerdings waren ihm sein Teamkollege Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo (Yamaha) auf den Fersen.

Holen die anderen Fahrer auf und steigern ihr Level? "Das hängt von der Strecke ab. Auf dem Sachsenring kann Dani stärker sein", nennt Marquez ein Beispiel. "Man kann nicht in jedem Training auf jeder Strecke der Schnellste sein. Wir versuchen es aber. Es ist wichtig, dass ich dieses Level konstant halte."

In Assen spielen auch zwei weitere Faktoren eine große Rolle. Sollte es kühler sein, dann ist Yamaha stark. Regen kann in Holland immer für Turbulenzen sorgen. Deshalb glaubt Marquez, dass auch Valentino Rossi trotz Trainingsplatz sieben ein Siegkandidat ist. "Im Ergebnis ist er weiter hinten, aber sein Rhythmus ist so hoch wie Lorenzos. Am Nachmittag war es mit meinem Motorrad sehr gut, weil es wärmer war. Es sieht danach aus, dass es am Samstag kühler werden wird. Dann wird Yamaha viel näher kommen"

"Deshalb sieht es nach einem schwierigen Rennen aus. Wir haben am Vormittag gesehen, dass Yamaha bei kühleren Temperaturen vorne ist", unterstreicht Marquez. Außerdem kann Aleix Espargaro mit dem weichen Open-Hinterreifen im Qualifying eine Rolle spielen. Marquez relativiert aber die Fabelzeit des Forward-Piloten im zweiten Training. "Mit dem weichen Reifen ist er sehr schnell, aber kein Spitzenfahrer hat am Ende neue Reifen aufgezogen."

"Hätten wir das gemacht, dann bin ich mir sicher, dass wir niedrige 1:33 Minuten hätten fahren können. Die Motorleistung ist auf dieser Strecke nicht so wichtig. Deshalb wird er im Qualifying, aber auch im Rennen stark sein."

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