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Andrea Dovizioso hat ein viel besseres Gefühl als noch vor zwölf Monaten © Ducati

Trotz Platz zehn ist Andrea Dovizioso in Assen zufrieden: Die Ducati fühlt sich im Vergleich zum Vorjahr in allen Bereichen besser an - Fortschritte sind erkennbar

Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso machte nach dem ersten Trainingstag auf dem schnellen Assen-Kurs einen positiven Eindruck, obwohl das reine Ergebnis ernüchtert war. Im zweiten Freien Training landete der Routinier an der zehnten Stelle. Sein Rückstand auf die Spitze betrug acht Zehntelsekunden. Auch wenn sich "Dovi" sportlich gesehen auf ein schwieriges Wochenende einstellt, ist er von den Fortschritten überzeugt und positiv überrascht.

"Ich bin mit meinem Gefühl für das Motorrad im Vergleich zum Vorjahr zufrieden. Das Motorrad ist viel besser kontrollierbar. Aber natürlich waren die Bedingungen heute perfekt. Es blies kein Wind und es war heiß. In allen Klassen wurden Rekorde aufgestellt", versucht der Ducati-Fahrer die Gesamtsituation zu analysieren. "Das Motorrad ließ sich leichter kontrollieren, das ist positiv. Aber auch die Konkurrenz war sehr schnell und von der Platzierung her sind wir weit hinten."

"Es wird schwierig, einige Positionen gutzumachen, denn viele Fahrer sind sehr schnell. Bei uns ist viel wichtiger, Vergleiche mit dem Vorjahr anzustellen. Wir wissen, dass wir immer noch nicht schnell genug sind, um mit unseren Gegnern zu kämpfen. Das Gefühl für das Motorrad war aber sehr gut. Mehr konnte man von heute nicht verlangen."

Der flüssige Kurs mit seinen vielen Richtungsänderungen ist Gift für die Charakteristik der Ducati. Trotzdem lief das Motorrad deutlich besser als noch vor zwölf Monaten. "Am Kurvenausgang, beim Pumpen, in der Bremsphase", zählt Dovizioso die Fortschritte auf. "Ich habe einen geringeren Unterschied zum Vorjahr erwartet, weil wir das Motorrad hauptsächlich beim Geradeausbremsen und bei der Beschleunigung verbessert haben."

"Auf dieser Strecke gibt es diese Charakteristik nicht, denn man muss in Schräglage bremsen. Das Motorrad ist besser als erwartet." Dovizioso setzt ebenfalls auf die Standardvorderbremsen. "Auf diesem Kurs ist es immer schwierig, die Bremsen auf Temperatur zu halten." Es stellt sich die Frage, ob der weiche Open-Hinterreifen für Ducati zu einer Option im Rennen werden könnte. Aleix Espargaro denkt darüber nach, den Verschleiß am Samstag in einem Longrun auszuprobieren.

Wie ist die Situation bei Ducati? "Wir wollten am Nachmittag mit dem weichen Reifen einen Longrun fahren. Dann habe ich mich aber entschieden, den harten Reifen zu nehmen, weil es sehr heiß war. Ich bin mit beiden Motorrädern gefahren. Wir haben sie mit dem gleichen Reifen verglichen." Am Samstag will Dovizioso die weiche Mischung ausprobieren. "Ich glaube, dass es schwierig wird. Vielleicht, wenn es kühler wird. Wenn es so heiß wie heute bleibt, dann bauen die Reifen auf der rechten Flanke zu stark ab."

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