vergrößernverkleinern
Der neue Auspuff ist kürzer als das bisher verwendete Modell © Yamaha Motor Racing Srl

Valentino Rossi will noch warten, bis er den neuen Akrapovic-Auspuff im Rennen verwendet - Jorge Lorenzo möchte bereits beim Rennen in Assen damit fahren

Bei den Testfahrten in Barcelona und Aragon testeten die Yamaha-Werkspiloten einen neuen Akrapovic-Auspuff, der die Motorcharakteristik der M1 ändern soll. Ein besseres Ansprechverhalten war das erklärte Ziel der Ingenieure. Durch das Benzinlimit von 20 Litern verlor das Aggregat der Yamaha das beispielhafte Ansprechverhalten. Besonders Jorge Lorenzo hatte zu Beginn seine Probleme, mit der deutlich raueren Leistungsabgabe zurechtzukommen.

Bei den beiden Freien Training am Donnerstag testeten Valentino Rossi und Jorge Lorenzo erneut den neuen Auspuff. Rossi hatte allerdings nur einen Satz der neuen Abgasanlage bekommen, Lorenzo erhielt zwei Sätze. Dieser Umstand macht Rossi nachdenklich. Der Italiener möchte beide Maschinen identisch ausrüsten. Deswegen bleibt der Altmeister voraussichtlich beim bewährten Auspuff. Lorenzo hingegen möchte das neue Bauteil in Assen weiter verwenden.

"Wir haben den neuen Auspuff in Barcelona und Aragon probiert. Meiner Meinung nach stellt er keinen großen Unterschied dar. Er hat Vorteile und Nachteile", analysiert Rossi. "Das Problem ist, dass ich im Training nicht mit zwei unterschiedlichen Auspuffsystemen fahren möchte. Ich testete den Auspuff am Morgen und auch am Nachmittag. Ich habe nur einen Satz. Deswegen werde ich wohl den alten Auspuff verwenden."

"Yamaha wollte durch den Auspuff die Motorcharakteristik und Leistung bei niedrigen Drehzahlen verbessern. Dafür geht meiner Meinung nach Spitzenleistung verloren. Jorge mag den neuen Auspuff, doch ich werde mit dem bewährten Auspuff weitermachen und bis zum Sachsenring warten", berichtet der WM-Zweite, der den ersten Trainingstag als Siebter beendete. Teamkollege Lorenzo wurde immerhin Vierter.

"Der neue Auspuff hat Stärken und Schwächen", bestätigt der Spanier. "Im Moment überwiegen die Vorteile. Deswegen verwenden wir ihn auch. Doch wir müssen das auf einer anderen Strecke noch einmal bestätigen. Ich werde ihn vermutlich im Rennen einsetzen."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel