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Cal Crutchlow: Bleibt er Ducati treu oder nimmt er das Angebot von Suzuki an? © FGlaenzel

Testteam-Manager Davide Brivio zählt Cal Crutchlow zu seinen Favoriten für das MotoGP-Comeback von Suzuki und steht in Kontakt mit dessen Manager

Auch wenn Cal Crutchlow momentan nicht über seine Zukunft sprechen möchte, beschäftigt sich Manager Bob Moore mit den Optionen für die kommende Saison. Im vergangenen Jahr handelte Crutchlows Manager einen Zweijahres-Vertrag mit Ducati aus, der eine Ausstiegsklausel beinhaltet. Wenn sich der Brite weiterhin schwer tut, mit der Desmosedici zurechtzukommen, könnte ein Wechsel zu Suzuki eine überlegenswerte Alternative darstellen.

"Wir haben mit Cal gesprochen", bestätigt Suzuki-Testteam-Manager Davide Brivio im Gespräch mit 'Motor Cycle News'. Im Rahmen des Barcelona-Grand-Prix kamen sich Moore und Brivio näher. Dass Suzuki eine gute Option für Crutchlow ist, der unbedingt in einem Werksteam fahren möchte, liegt laut Brivio auf der Hand: "Es ist interessant, in einem Werksteam zu fahren, weil wir sämtliche Anstrengungen in die beiden Fahrer stecken werden. Es ist schön, wenn man zu diesem Projekt gehört."

"Es ist bekannt, dass Cal eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag vereinbart hat. Ich denke, dass er sich die Optionen anschaut, bevor er sich entscheidet", bemerkt Brivio. "Wir haben noch keine formellen Angebote sondern lediglich unsere groben Vorstellungen unterbreitet. Wir haben einige Details besprochen, doch es wurde bisher nur verbal diskutiert, um den Fahrern eine Vorstellung zu geben, bevor sie sich ein konkretes Angebot machen lassen."

Neben Crutchlow interessiert sich Ducati auch für Andrea Dovizioso, Andrea Iannone und Aleix Espargaro. "Die Liste der Kandidaten ist nicht sehr lang. Doch es sind nicht nur zwei oder drei Fahrer, die sich auf der Liste befinden. Es ist richtig, dass wir versuchen, zu verstehen, wer verfügbar ist. Es ist wichtig, dass die Fahrer motiviert sind, die Herausforderung anzunehmen. Momentan fahren wir keine Rennen. Deswegen ist es schwierig, unser Potenzial zu beurteilen."

Gespräche mit Dani Pedrosa scheiterten bereits bei der Gehaltsvorstellung des Spaniers. "Ich denke, dass wir finanziell gut mithalten können. Das Geld sollte aber keine Priorität haben", erklärt Brivio kritisch. "Wir sind ein Werk und möchten einen vernünftigen Betrag zahlen. Doch das Geld sollte nicht der Hauptbestandteil sein. Unsere Situation ähnelt der von Ducati, weil alle auf das neue Motorrad warten und keiner weiß, wie gut es sein wird."

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