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Valentino Rossi konnte keine schnelle Runde zu Ende fahren © Yamaha

Für Valentino Rossi läuft das Qualifying in Assen nicht nach Wunsch - Der Yamaha-Werksfahrer nimmt Abstand für eine freie Runde, dann fängt es zu regnen an

Das Yamaha-Werksteam war in der Wetterlotterie in Assen der große Verlierer. Jorge Lorenzo wurde im entscheidenden Qualifying Neunter, Valentino Rossi Zwölfter und Letzter. "Ich hätte um einen Platz in der ersten Reihe kämpfen können, wäre aber auch mit Platz sechs zufrieden", schätzt Rossi die theoretischen Chancen ein. "Mit Rang zwölf bin ich das nicht. Es ist eine Mischung aus Pech, aber ich war auch nicht stark genug, um es besser zu machen."

Der einsetzende Regen ermöglichte nur eine schnelle Runde mit Slicks. Rossi nahm etwas Abstand von der großen Gruppe, um freie Fahrt zu haben. Dann regnete es stärker und er konnte nichts mehr machen. "Leider hatte ich im Qualifying etwas Pech", meint der Italiener deshalb. "Wir fuhren alle gemeinsam, es war aber sehr konfus. Deshalb habe ich das Gas zugedreht, damit ich etwas Abstand habe."

"Dann habe ich in der zweiten und dritten Runde gepusht und war auch recht schnell, aber im zweiten Streckenabschnitt regnete es stark. Deshalb musste ich langsamer machen. Leider starte ich deshalb aus der vierten Reihe." Dennoch sieht Rossi das Wochenende nicht schwarz: "Wir haben die Abstimmung am Vormittag verändert und das Heck des Motorrades verbessert. Ich fühlte mich heute mit dem Motorrad viel besser."

"Ich war vor dem Qualifying schnell, hatte ein gutes Gefühl und wurde hinter Marc Zweiter. Deshalb dachte ich mir, dass ich um einen guten Startplatz kämpfen könnte. Leider hat es im falschen Moment geregnet. Es ist schade, denn das Rennen wird aus der vierten Reihe viel schwieriger." In den letzten Minuten des Qualifyings fuhr auch Rossi mit Regenreifen auf die Strecke.

Wie war sein Gefühl? "Es war nicht so schlecht. Im Nassen bin ich die fünftschnellste Zeit gefahren. Ducati war schnell, Dovizioso war der Schnellste. Auch Marc und Pedrosa waren schnell. Allerdings war es zur Hälfte nass und zur Hälfte trocken. Wichtig für morgen ist, dass es entweder komplett trocken oder komplett nass ist. Halb/halb ist für alle schlecht."

Sollte es trocken sein, dann stellt sich Rossi vom zwölften Startplatz auf eine schwierige Anfangsphase ein. "Jorge steht zwar nicht weit vor mir, aber die beiden Hondas werden ein großes Problem sein, denn sie stehen beide in der ersten Reihe. Man muss aber abwarten, denn in Assen kann alles passieren, vor allem beim Wetter", weiß Rossi aus Erfahrung. "Ich würde aber ein Trockenrennen bevorzugen, weil ich im Trockenen konkurrenzfähig bin."

"Im Regen ist es aber einfacher, Plätze gutzumachen. Sollte es regnen, dann hoffe ich, dass auch das Warmup nass ist. Wir müssen aber abwarten." Im Vorjahr feierte der siebenfache MotoGP-Weltmeister einen umjubelten Sieg. Kann er es auch diesmal schaffen? "Alles kann passieren. Für den Sieg ist das größte Problem Marc, denn er ist auch im Trockenen sehr schnell."

"Zwischen Jorge und mir geht es sehr eng zu. Ich bin auch etwas schneller als Pedrosa. Aleix Espargaro sieht auch nicht schlecht aus, aber ich bin schneller als er", schätzt Rossi die Hackordnung nach den Trainings ein. "Für Jorge wird die Startphase auch knifflig sein. Sollte es nass sein, dann weiß niemand, wie es sein wird."

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