Für Alex Hofmann ist Stefan Bradl zur Hälfte schuld am verpatzten Heimspiel. Einen möglichen Ducati-Deal sieht er skeptisch.

Liebe Motorsport-Freunde,

was bei Stefan Bradl auf dem Sachsenring schief gelaufen ist, konnte ich mir auch erst lange nicht erklären. Ich bin davon ausgegangen, dass sein Bike vor dem Start komplett auf trockene Bedingungen umgebaut wird.

Dann aber kam die Info vom Team, dass die Federung zum Anbremsen vorn in der Kürze der Zeit nicht mehr geändert werden konnte. Deshalb war er auf der Bremse auch so schwach.

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Der Poker am Start wäre also nur aufgegangen, wenn nicht nur die Reifen, sondern auch das komplette Setup auf eine trockene Strecke ausgelegt gewesen wäre.

50 Prozent der Schuld am schwachen Abschneiden von Bradl hat deshalb sein Team auf sich genommen.

Auf der anderen Seite hätte sich auch Stefan noch dafür entscheiden können, aus der Box zu starten. Da hätte er viel weniger Zeit verloren als es dann auf der Strecke der Fall war.

In der Aufwärmrunde hätte er das ja noch tun können und auf das Bike mit dem kompletten Trocken-Setup wechseln. Das stand in der Box bereit.

Deshalb gehen die anderen 50 Prozent auf seinen Deckel.

Im Hinblick auf einen neuen Vertrag muss man nun hoffen, dass Honda dieses Rennen nicht als entscheidend ansieht und akzeptiert, dass so eine Entscheidung auch mal nach hinten los gehen kann.

Jetzt muss er die Rennen nach der Sommerpause in Indianapolis und Brünn auf jeden Fall richtig hinbekommen.

Sollte er bei Honda keine Chance mehr bekommen, wäre es jammerschade.

Ein Wechsel zu Pramac-Ducati, wie von dessen Teamchef ins Gespräch gebracht, wäre ein Rückschritt für ihn.

Denn ich glaube nicht, dass die Ducati ihm vom Fahrstil her liegen würde. Außerdem könnte ihm auch das Team nicht das Paket und die Betreuung bieten, die er jetzt bei Honda genießt.

Für Sandro Cortese und Jonas Folger lief es im Rennen der Moto2 ebenfalls nicht rund, beide hatten Schaltprobleme im Rennen.

Aber schon davor zeigten beide nicht das, wozu sie eigentlich in der Lage sein sollten. Ich glaube, sie haben sich beide vor den eigenen Fans und Sponsoren zu viel Druck gemacht. Das muss nicht immer gut gehen.

Wildcard-Fahrerin Nina Prinz konnte ihr Rennen genießen. Ich glaube, es hat ihr einen Heidenspaß gemacht, vor den deutschen Fans zu fahren.

Philipp Öttl hat sich in der Moto3 auf dem Sachsenring endlich wieder so präsentiert, wie wir ihn aus dem letzten Jahr kannten.

Ich hoffe, das kann er jetzt als Motivation durch die Sommerpause nehmen und danach in Indianapolis so weiter machen (MITDISKUTIEREN: target="_blank">Facebook

-Seite SPORT1 Motorsport).
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