Motorrad-Pilot Stefan Bradl muss sich in der Winterpause wohl oder übel einer Operation am rechten Unterarm unterziehen. Grund dafür ist die Rennfahrerkrankheit "arm pump", die dem 22-Jährigen in seiner ersten MotoGP-Saison immer wieder Probleme gemacht hatte.

"Alle Anzeichen und meine Beschreibungen deuten auf eine Operation hin", sagte Bradl nach einer Untersuchung in Barcelona der Fachzeitschrift "Speedweek". Der Honda-Pilot plagt sich schon seit Monaten damit herum. Bereits im Mai hatte Bradl einen Eingriff in Erwägung gezogen, dann aber wieder davon abgesehen.

Bradl, der am Mittwoch in Valencia seinen Vertrag bei Honda um ein Jahr bis 2014 verlängert hatte und anschließend zu Dr. Xavier Mir gereist war, musste einiges anstellen, um abseits der Strecke eine Diagnose zu ermöglichen. "Ich habe 45 Minuten lang eine Hantel rauf und runter drehen müssen, um ähnliche Schmerzen zu simulieren wie beim Motorradfahren. Aber die Schmerzen sind trotz aller Bemühungen nicht so stark gewesen wie auf der Rennmaschine."

Von den gemessenen Werten sei eine Operation "nicht unbedingt nötig. Aber Dr. Mir sprach von einem ziemlich klaren Fall, als ich ihm mitgeteilt habe, dass ich nach dem Japan-GP fast 24 Stunden lang Schmerzen gespürt habe."

Bradl ist mit dem Problem nicht allein. "Arm pump" tritt bei vielen Motorrad-Piloten auf. Ursache ist laut Bradl "heftiges Bremsen und Gas geben".