Mit dem Moto2-Weltmeistertitel im Gepäck möchte der WM-Führende Stefan Bradl in der kommenden Motorrad-Saison in die Königsklasse MotoGP "umziehen".

"Momentan ist dieser Wechsel noch kein Thema, ich habe ja schließlich noch einen Job zu erledigen. Aber schon beim Rennen in Assen Ende Juni wird es Gespräche darüber geben", kündigte der 21-Jährige am Mittwoch in Hamburg an.

Ob Bradl in neuer Umgebung seinem Kiefer Racing Team treu bleibt oder möglicherweise ein Angebot von Tech 3 Yamaha annimmt, ist bislang unklar. Der Zahlinger wollte darüber noch keine Auskunft geben: "Dazu werde ich nichts kommentieren."

Stattdessen will er sein Hauptaugenmerk bis auf weiteres darauf richten, die Führung im Gesamtklassement der Moto2 zu behaupten. Dabei gehe es schließlich auch um die Familiengeschichte: "Einer bei uns zu Hause sollte doch einmal Weltmeister werden", sagt Bradl, dessen Vater Helmut vor exakt 20 Jahren Vizeweltmeister in der 250-ccm-Klasse geworden war.

Der Senior hatte seinerzeit fünf Grand-Prix-Siege errungen, Bradl junior hat mittlerweile sechs erste Plätze eingefahren.

Aufsteigen möchte auch Sandro Cortese - von der 125-ccm-Klasse in die Moto2. Der 21-Jährige aus Berkheim hat den Titel in der Achtelliter-Klasse auch noch nicht abgeschrieben, obwohl er als Zweiter mit 72 Punkten bereits ziemlich deutlich hinter dem Gesamtspitzenreiter Nicolas Terol aus Spanien (125) zurückliegt.

"Terol ist leider schon recht weit weg. In den nächsten Rennen wird es darauf ankommen, durch harte Arbeit den Rückstand nicht noch größer werden zu lassen. Im Moment fährt er allerdings sehr stark und macht nur wenig Fehler", erklärte Cortese.

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