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Der Große Preis von Deutschland findet auf dem Sachsenring statt
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Wie schon im vergangenen Jahr wird der Motorrad-Weltverband FIM auf dem Sachsenring an der berüchtigten Kurve 11 den Einsatz mobiler Stahl-Kerbs prüfen.

Der Test wird am Donnerstag vor Beginn des Deutschland-Grand-Prix stattfinden. Das gab Renndirektor Mike Webb am Dienstag bekannt.

Selbst wenn die Tests, bei denen eine Honda, eine Yamaha und eine Ducati zum Einsatz kommen, erfolgreich sein sollten, kann die Streckenführung für das Rennen auf dem Sachsenring nicht mehr rechtzeitig angepasst werden.

"Dies werden Informationen für die Zukunft sein; wir haben nicht die Zeit, um die Strecke für den diesjährigen GP zu ändern", so Webb. Eventuell sollen die gewonnenen Erkenntnisse im kommenden Jahr umgesetzt werden.

In der sogenannten "Wasserfallkurve" war es in der Vergangenheit immer wieder zu zahlreichen Unfällen gekommen. Doch trotz eines ersten Test mit den mobilen Kerbs durch den früheren MotoGP-Piloten Loris Capirossi wurde das Layout bisher nicht verändert.

"Es war soweit erfolgreich, aber für die letzte Entscheidung möchten wir, dass GP-Fahrer auf MotoGP-Motorrädern das mögliche Layout testen", sagte Webb.

Auch Honda-Pilot Stefan Bradl kommt für den Test in Frage. Durch das Anbringen der Kerbs wird die Ideallinie der Strecke so verändert, dass die Kurvengeschwindigkeit herabgesetzt wird. Die Vorderräder der Maschinen werden dadurch weniger entlastet und behalten mehr Kontakt. Damit soll sich die Sturzgefahr verringern.

Vor der schnellen Rechtskurve 11, die blind mit fast 250 km/h angefahren wird und in der es steil bergab geht, nehmen die Piloten sieben Linkskurven. Die Reifen sind deshalb auf der rechten Seite nicht mehr warm genug, dadurch rutscht häufig das Vorderrad weg.

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