Privatfahrer Franz Engstler geht nach dem teilweisen Rückzug von BMW und dem Abschied von Jörg Müller als einziger Deutscher in die neue Saison der Tourenwagen-WM. Wenn die WM am Sonntag mit den ersten beiden Läufen in Curitiba/Brasilien in ihre siebte Saison geht, ist erstmals kein deutscher Werkspilot vertreten.

Während BMW sich unter anderem mit Jörg Müller mehr auf Sportwagenserien und 24-Stunden-Rennen konzentriert und in der WM werksseitig nur noch den dreimaligen Weltmeister Andy Priaulx (Großbritannien) und Augusto Farfus (Brasilien) ins Rennen schickt, will Engstler mit einem BMW 320 si des ehemaligen BMW-Werksteams Schnitzer um den Titel in der Privatfahrerwertung kämpfen.

"Mit diesem Auto habe ich dafür sicher beste Voraussetzungen geschaffen", sagte Engstler, der nach seinem schweren Unfall beim Saisonfinale 2009 in Macau von den Ärzten gerade noch rechtzeitig grünes Licht für den Saisonauftakt bekam.

Titelverteidiger Seat hat sich werksseitig komplett aus der WM zurückgezogen. Allerdings unterstützt die VW-Tochter unter anderem mit drei ehemaligen Werksfahrern ein spanisches Team. Speerspitze der Seat-Armada ist Titelverteidiger Gabriele Tarquini (Italien). Dessen letztjähriger Markenkollege und WM-Rivale Yvan Muller (Frankreich) ist zu Chevrolet gewechselt und kämpft dort mit dem Briten Robert Huff und Alain Menu aus der Schweiz um WM-Punkte.

Die beiden WM-Läufe in Deutschland finden am 5. September in Oschersleben statt.

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