Chevrolet hat in Macau/China erstmals in der siebenjährigen Geschichte der Tourenwagen-WM die Titel in der Fahrer- und Herstellerwertung gewonnen.

Nachdem der Franzose Yvan Muller bereits vor dem Saisonfinale als neuer Titelträger feststand, reichte Chevrolet im ersten der beiden Sprintrennen der Doppelsieg durch den Briten Robert Huff und Muller auch zum Triumph in der Konstrukteurswertung.

Für Huff war es der dritte Saisonsieg und sein zehnter insgesamt.

Im zweiten Rennen sorgte der Ungar Norbert Michelisz für eine Sensation.

Der Macau-Debütant feierte auf dem anspruchsvollen und als gefährlich geltenden Stadtkurs vor den Toren Hongkongs in seinem 26. WM-Lauf völlig überraschend seinen ersten Sieg und konnte dabei sogar Titelverteidiger Gabriele Tarquini (Italien/Seat) und Huff knapp hinter sich halten.

Tarquini wurde hinter Muller Zweiter in der Abschlusswertung der WM.

Für BMW endete eine insgesamt enttäuschende Saison erstmals in Macau ohne Podestplatz. Der dreimalige britische Weltmeister Andy Priaulx wurde zunächst unverschuldet in eine Startkollision verwickelt und fuhr nur in Lauf zwei als Siebter in die Punkteränge.

Sein brasilianischer Teamkollege Augusto Farfus belegte im zweiten Werks-BMW 320si lediglich die Plätze sechs und fünf.

Als bester BMW-Pilot fiel Priaulx in der Gesamtwertung hinter Huff auf Platz vier zurück.

Ob die Münchner, die in der Herstellerwertung hinter Chevrolet und Seat nur auf Platz drei rangieren, auch im kommenden Jahr an der Tourenwagen-WM teilnehmen, will BMW am 4. Dezember im Rahmen der traditionellen Sportpokalfeier verkünden.

Als Trost konnte sich BMW immerhin über den Sieg des früheren Werksfahrers Sergio Hernandez (Spanien) in der Privatfahrerwertung freuen.

Hier verbesserte sich Franz Engstler (Wiggensbach) mit zwei zweiten Plätzen in seinem BMW 320si vom vierten auf den zweiten WM-Rang.

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