Porsche-Chef Matthias Müller ist von Überlegungen über eine Rückkehr des Sportwagenherstellers in die Formel 1 abgerückt und sieht die motorsportliche Zukunft der Stuttgarter eher wieder bei den 24 Stunden von Le Mans.

Dort würde er auch ein konzern-internes Duell mit Audi in Kauf nehmen, wie es auch VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech vorschwebt.

"Die Überlegungen der Motorsport-affinen Konzernmarken wie Audi und Porsche sind sehr kompatibel und münden immer in die gleichen Aussagen. Niemand von uns reißt sich beispielsweise wirklich um die Formel 1", sagte Müller in einem Interview mit der Schweizer Fachzeitschrift "Automobilrevue": "Sie bietet attraktive Aspekte, zweifelsohne, aber es gibt auch die anderen Seiten. Die Formel 1 ist insgesamt sehr teuer, der Erfolg jedoch nicht vorhersehbar. Das macht es so schwierig."

Porsche könnte da eher wieder in Le Mans antreten. "Wenn ich diesbezüglich gezielt in unsere Firma reinhöre, stoße ich auf eine eindeutige Priorität. Porsche wären die LMP1, also die großen Le-Mans-Prototypen am liebsten", sagte Müller: "Wir müssten nicht unbedingt gegen Audi antreten, aber zur Not würden wir auch das tun. Damit gäbe es eben zwei Konzernmarken, die um den Sieg fahren. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Konzern gewinnt, würde dadurch deutlich erhöht."

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