Nach zwölf Jahren an der Spitze der Motorsportabteilung von BMW freut sich Mario Theissen aufs Nichtstun.

"Mein Ziel ist es, am Donnerstagabend aus der Firma herauszugehen, ohne Verpflichtungen zu haben und mal zu sehen, wie schwer es mir fällt", sagte der scheidende Motorsportdirektor am Mittwochabend in München: "Ich habe 34 Jahre geplant, bin in den letzten 12 Jahren oft verplant worden. Jetzt möchte ich mal ohne Plan sein. Ich weiß noch nicht, wie lange ich durchhalte."

In einer exklusiven Runde unter alten Weggefährten, Fahrern und Kollegen, allen voran Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel mit einem dicken Blumenstrauß, gab der 58-Jährige seinen offiziellen Ausstand.

Vettel, den Theissen bei BMW in die Formel 1 gebracht hatte, würde er übrigens noch einmal zu Toro Rosso ziehen lassen. "Auch wenn es schwerfällt", sagte der BMW-Motorsportdirektor:

"Wir hatten damals drei Möglichkeiten: Ihn als Testfahrer festzunageln, für ihn als unbeschriebenes Blatt einen erfahrenen Rennfahrer aus dem Cockpit zu nehmen oder ihn zu Toro Rosso ziehen zu lassen. Ich glaube, ich würde es wieder so machen."

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