Der Ingolstädter Automobilkonzern Audi wird bei seiner Titelverteidigung bei den legendären 24 Stunden von Le Mans am 16. und 17. Juni erstmals auch auf einen Hybridantrieb setzen.

Audi fährt bei der 80. Auflage des Langstrecken-Klassikers zweigleisig und wird bei zwei seiner insgesamt vier Autos auf die Unterstützung durch Elektromotoren setzen. Auch in der neuen Langstrecken-WM soll das Hybridmodell zum Einsatz kommen, das Ende Februar präsentiert werden soll. Der erste Renneinsatz wird am 5. Mai in Spa sein.

"Die Hybrid-Technologie für Le Mans zu entwickeln, ist mindestens so ehrgeizig und anspruchsvoll wie es unser Dieselprojekt zu Beginn war", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich:

"Die ersten Testergebnisse sind vielversprechend und wir sind schon sehr gespannt, wie sich diese neue Technologie in Kombination mit unserem ultra-Leichtbau auf der Rennstrecke in Le Mans bewähren wird. Wir sehen aber nach wie vor auch Potenzial beim konventionellen Antrieb."

Auch Rückkehrer Toyota, nach dem Ausstieg des Audi-Dauerrivalen Peugeot mutmaßlich schärfster Rivale, setzt bei seinem neuen Auto auf Hybrid-Technologie. Audi hatte in Le Mans jeweils die ersten Siege eines Direkteinspritzers (2001) und eines Dieselmotors (2006) gefeiert. Der Erfolg 2011 war der insgesamt zehnte der Ingolstädter an der Sarthe.

Für die insgesamt vier Autos für das Saisonhighlight in Le Mans hat Audi bislang leidiglich jeweils einen Fahrer benannt: Vorjahressieger Andre Lotterer (Duisburg), Allan McNish (Großbritannien), Timo Bernhard (Dittweiler) und Oliver Jarvis (Großbritannien).

Für die neue Langstrecken-WM hat das Audi Sport Team Joest zwei Fahrzeuge genannt. Bei ausgewählten Rennen plant Audi den Einsatz weiterer Fahrzeuge, zum Beispiel beim 12-Stunden-Rennen in Sebring (USA) am 17. März und beim Rennen in Spa, das die Generalprobe für Le Mans darstellt.

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