Ford-Pilot Matt Kenseth hat das legendäre Daytona 500 gewonnen.

Der Serien-Champion von 2003 und Daytona-500-Sieger aus dem Jahr 2009 hielt in der letzten Runde Publikumsliebling Dale Earnhardt Jr. und Teamkollegen Greg Biffle hinter sich.

"Vielleicht gibt es in diesem Moment irgendwo einen noch glücklicheren Menschen als mich, doch ich weiß nicht, wo er sein könnte", scherzte Roush-Fenway-Pilot Kenseth nach seinem zweiten Daytona-500-Triumph.

Die einzige Frau im Feld, Danica Patrick, wurde bereits in Runde zwei in einen Massencrash verwickelt und musste ihren Chevrolet zur Reparatur in die Garage fahren. Am Ende landete sie mit 64 Runden Rückstand auf Platz 38.

"Ich wollte noch Erfahrung sammeln und bin dann noch ein bisschen in den Pulks mitgefahren, auch wenn das Auto ein bisschen angeschlagen und damit nicht mehr perfekt war", sagte Patrick, die in diesem Jahr nach dem Abschied aus der IndyCar-Serie neben der kompletten Saison in der zweiten NASCAR-Liga auch zehn Rennen im "Oberhaus" des amerikanischen Motorsports absolvieren wird:

"Am Ende wollte ich mich aber nirgendwo mehr einmischen." Patrick war erst die dritte Frau, die bei den Daytona 500 am Start war. Extra für sie wurde die traditionelle Startansage geändert: "Lady und Gentlemen, start your engines."

Das fast sechsstündige Rennen wurde von zahlreichen Massen-Unfällen überschattet und musste aufgrund eines bizarren Crashs von Ex-Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya sogar für zwei Stunden unterbrochen werden.

Der Kolumbianer verlor während einer Gelbphase die Kontrolle über seinen Chevrolet und krachte in einen Safety-Truck, der gerade die Strecke säuberte.

Beim Aufprall ging Montoyas Chevy in Flammen auf, da der Safety-Truck mit einer Gebläsevorrichtung versehen war, die mit einem Helikopter-Aggregat betrieben wurde.

So entzündete sich der Treibstoff des Motors sofort und Montoyas Autos verschwand in einem gigantischen Feuerball.

Doch der Kolumbianer hatte Glück im Unglück und stieg unverletzt aus seinem völlig zerstörten Fahrzeug. Ebenso unverletzt kam der Fahrer des Streckenfahrzeugs davon. "Ich bin zu ihm gegangen, er war okay, aber ein bisschen erschrocken", kommentierte Montoya trocken die Situation.

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