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Unschlagbar? Sebastien Loeb hat die letzten sieben Deutschland Rallyes gewonnen © imago

In sieben Ausgaben hieß der Sieger der Deutschland-Rallye stets Sebastien Loeb. Stolpert der Serien-Sieger bei der Neuauflage?

Trier ? Nach einem Jahr Zwangspause gehört die Deutschland-Rallye (Highlights, Fr. ab 22 Uhr im TV auf SPORT1) wieder zum WM-Kalender, und Rekordweltmeister Sebastien Loeb will im "geloebten Land" seine Dominanz fortsetzen.

Seit dem Aufstieg in den WM-Zirkus 2002 hat es in Deutschland in sieben Auflagen noch keinen anderen Sieger gegeben als den schnellen Franzosen aus dem nahe gelegenen Elsass, dessen Vorfreude entsprechend groß ist.

"Mit dieser Rallye verbinde ich sehr gute Erinnerungen: Nicht nur die Unterstützung der Fans war immer besonders, auch die Atmosphäre war fantastisch. Hier habe ich meinen ersten WM-Sieg gefeiert, bisher immer gewonnen und sehr viel Spaß gehabt. Keine Frage, ich freue mich riesig darauf, wieder zurückzukehren", sagte Loeb

48 Punkte Vorsprung

Auch in dieser Saison vor dem 9. von 13 WM-Läufen rund um Trier ist der Citroen-Pilot das Maß aller Dinge ist.

Komfortable 48 Punkte beträgt sein Vorsprung vor seinem Markenkollegen Sebastien Ogier, den siebten WM-Titel in Folge hat "Super-Seb" ebenso fest im Visier wie seinen achten Sieg in Deutschland.

Neben seinem "Kronprinzen" Ogier hat Loeb auch seinen spanischen Teamkollegen Dani Sordo, der erstmals mit seinem neuen Beifahrer Diego Vallejo unterwegs sein wird, und Ex-Weltmeister Petter Solberg auf der Rechnung.

Der Grund: Alle sitzen ebenfalls in einem Citroen C4, dem "besten Rallye-Fahrzeug zurzeit".

"Eine große Herausforderung"

"Für mich bedeutet das, dass ich alles tun muss, um vor ihnen zu bleiben", sagt Loeb, der vor allem die große Abwechslung bei der Deutschland-Rallye mag.

"Diese Rallye war und ist eine große Herausforderung. Die drei Etappen sind sehr unterschiedlich. Die Prüfungen an der Mosel haben nichts mit den Prüfungen auf Baumholder gemeinsam. Die Prüfung Panzerplatte kann beim Kampf um den Sieg sehr entscheidend sein", meinte der Weltmeister.

Und weiter: "Baumholder ist so anders, so weit weg von allem anderen, was man an Asphaltpisten kennt. Nirgends ist es schwieriger, die richtige Mischung beim Fahren zu finden. Gas geben können viele, doch wer in Deutschland gewinnen will, muss auch diese Prüfungen erfolgreich bewältigen."

Räikkönen vorsichtig

Eine ganz neue Erfahrung wird der ehemalige Truppenübungsplatz Baumholder auch für den früheren Formel-1-Weltmeister und Rallye-Neuling Kimi Räikkönen.

"Ich weiß nicht genau, wie die Prüfungen in Deutschland aussehen werden, bestimmt ganz anders als in Bulgarien", sagte der "Iceman": "In der Rallye sind jeder Kilometer und jede Kurve anders. Deshalb ist Erfahrung in diesem Sport so unheimlich wichtig. Und ich muss meine Kenntnisse weiter ausbauen." (135692Bilder: Iceman auf Abwegen)

Während sich Räikkönen, der neben einigen Unfällen in dieser Saison auch schon das eine oder andere Highlight gesetzt hat, eher zurückhalten äußerte, ist sein erfahrener Co-Pilot voll des Lobes.

Lob vom Beifahrer

"Niemand ist zuvor mit so wenig Erfahrung auf einem solchen Level gefahren", sagt Kaj Lindström, früher Beifahrer des viermaligen Weltmeisters Tommi Mäkinen.

Weiter Erfahrung sammeln wollen auch zwei deutsche Jungstars. Suzuki-Pilot Aaron Burkart aus Berlin will sich in der Junior-WM die Führung in der Gesamtwertung zurückholen. "Zuletzt in Portugal lief es nicht gut, aber jetzt fahren wir den Rest des Jahres auf meinem bevorzugten Belag, auf Asphalt", sagte Burkart.

Der deutsche Meister Hermann Gassner junior aus Surheim würde in seinem Mitsubishi gerne wieder wie 2008 die Nummer eins in der Produktionswagen-Wertung sein.

"Das ist definitiv eine der besten Erinnerungen meiner Karriere", sagte der 21-Jährige: "Natürlich ist zu Hause der Druck größer, aber ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht."

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