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Sebastien Loeb gewann 2004 seinen ersten WM-Titel © getty

Auch am 3. Tag der Deutschland-Rallye ist Sebastien Loeb nicht zu schlagen und steht vor seinem siebten WM-Titel.

Trier - Alle Achtung: Rekordweltmeister Sebastien Loeb hat auch die achte WM-Auflage der Deutschland-Rallye dominiert und duldet im "geloebten Land" unweit seiner elsässischen Heimat weiter keinen anderen Sieger.

Mit seinem fünften Saisonerfolg und Nummer 59 seiner Karriere hat sich der Superstar sogar schon für den nächsten WM-Lauf in Japan (10. bis 12. September) den ersten Matchball zum siebten WM-Titel in Folge erarbeitet. (Zusammenfassung So., ab 23.45 Uhr im TV auf SPORT1).

"Wir hatten nie ein Problem bei dieser Rallye. Ich glaube, ich bin perfekt gefahren", sagte Loeb schon, bevor er wie gewohnt nach der spektakulären Abschlussprüfung Circus Maximus im Herzen von Trier mit seinem Citroen C4 vor der alt-ehrwürdigen Porta Nigra auf die Siegerrampe rollte.

"Es ist ein tolles Gefühl, dort als Sieger zu stehen", sagte der Franzose.

Citroen-Dreifachsieg

Loeb hatte am Ende 51,3 Sekunden Vorsprung vor seinem spanischen Teamkollegen Dani Sordo, sein Landsmann und "Kronprinz" Sebastien Ogier machte als Dritter (2:13,3 Minuten zurück) das reine Citroen-Podium perfekt.

Ogier verlor aber in der Gesamtwertung weiter an Boden auf den Champion, der unaufhaltsam seinem siebten WM-Titel in Folge entgegenfährt.

Titelchance in Sapporo

Mit 191 Punkten hat Loeb, der bei fünf Siegen, zwei zweiten und zwei dritten Plätzen bei allen neun Saisonläufen auf das Podium fuhr, jetzt 58 Zähler Vorsprung vor Ogier und könnte theoretisch schon beim 10. von 13 WM-Läufen rund um die japanische Olympiastadt Sapporo den Titel perfekt machen.

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Sollte Loeb dort gewinnen, dürfte Ogier maximal Sechster werden, bei einem zweiten Platz von "Super Seb" maximal Zehnter.

Räikkönen schlägt sich achtbar

Bester Nicht-Citroen-Pilot war der Finne Jari-Matti Latvala im Ford Focus, der zuletzt seine Heim-Rallye gewonnen hatte, auf Rang vier (2:33,9).

Sein Landsmann und Teamkollege, Vize-Weltmeister Mikko Hirvonen, schied am Sonntag wegen eines Getriebeschadens aus.

Der frühere Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen kämpfte in einem weiteren Citroen C4 lange Zeit um Platz sechs, holte am Ende mit Rang sieben (8:50,5) seine zweitbeste Platzierung in seiner Debüt-Saison. In der Türkei war der "Iceman" aus Finnland auf Rang fünf gelandet. (135692DIASHOW: "Iceman" auf Abwegen)..

"Muss den richtigen Rhythmus finden"

Auch mit dem Sieg vor Augen hatte Loeb am Sonntag auf der Schlussetappe kaum Tempo rausgenommen.

"Ich muss den richtigen Rhythmus finden, um auf der Strecke zu bleiben. Wenn ich nicht mit dem gleichen Tempo fahre, ist es leicht, die Konzentration zu verlieren und einen Fehler zu machen. Denn es ist keine einfache Rallye", sagte der 36-Jährige.

Zum Lauf in den Moselweinbergen und auf der berüchtigten Panzerplatte im Truppenübungsplatz Baumholder hat er seit dem ersten Sieg seiner Karriere eine ganz besondere Beziehung.

"Mit dieser Rallye verbinde ich sehr gute Erinnerungen", sagte Loeb, für den die Unterstützung der erneut insgesamt rund 220.000 Fans "immer besonders" war.

Burkart übernimmt Führung bei Junioren

Die vielen deutschen Rallye-Fans unter den Zuschauern hatten auch Grund zur Freude.

Der Berliner Aaron Burkart landete in seinem Suzuki auf Gesamtrang 26 (35:54,3) und holte sich durch Platz zwei in der Junioren-WM dort wieder die Gesamtführung zurück.

Drei Plätze vor ihm landete der deutsche Meister Hermann Gassner junior aus Surheim (Mitsubishi/31:05,3), verpasste als Vierter der Produktionswagen-Wertung, die er 2008 gewonnen hatte, aber den erneuten Sprung aufs Podium.

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