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Dirk von Zitzewitz gewann im Jahr 2009 zusammen mit Pilot Giniel de Villiers die Rallye Dakar © getty

Deutscher Tag bei der Rallye Dakar: Von Zitzewitz feiert den Tagessieg, Gottschalk und Al-Attiyah setzen sich von Sainz ab.

Chilecito - Ein wichtiger Schritt für Timo Gottschalk und der erste Tagessieg für Dirk von Zitzewitz:

Für die beiden deutschen Beifahrer im VW-Team ist die 10. Etappe der Dakar-Rallye von Copiapo in Chile nach Chilecito in Argentinien fast perfekt verlaufen.

Während Dirk von Zitzewitz (Karlshof) wie schon 2009 bei seinem Dakar-Triumph für seinen Piloten Giniel de Villiers (Südafrika) den besten Weg durch die Flussbetten rund um Fiambala fand, setzte sich der Berliner Gottschalk mit Nasser Al-Attiyah (Katar) im Kampf um den Gesamtsieg vielleicht schon vorentscheidend ab.

Sainz im Pech

Als Vierte der Tageswertung verloren Al-Attiyah/Gottschalk zwar 8:54 Minuten auf de Villers/von Zitzewitz, bauten in der Gesamtwertung ihren Vorsprung vor Vorjahressieger Carlos Sainz auf 12:37 Minuten aus.

"El Matador" war der große Pechvogel des Tages. Erst blieb der Spanier, der 18:13 Minuten auf de Villiers/von Zitzewitz verlor, in einer Sanddüne stecken, dann hatte er einen Reifenschaden und Getriebeprobleme, am Ende fand sein Co-Pilot Lucas Cruz nicht den richtigen Weg ins Ziel.

Neunter Tagessieg für VW

"Wir müssen jetzt cool bleiben", sagte Gottschalk, der mit seinem Piloten davon träumt, nach dem zweiten Platz des Vorjahres diesmal vor Sainz als Sieger auf das Podium in Buenos Aires zu fahren.

Kollege von Zitzewitz freute sich riesig über seinen "Geniestreich" und trommelte ausgelassen aufs Dach des VW Touareg.

[kaltura id="0_fx0ktfzu" class="full_size" title="Ein Tag hinter den Kulissen"]

"Ich dachte, wir wären falsch, und wollte schon umdrehen. Aber Dirk hat den perfekten Weg gefunden", meinte de Villiers. "Ich habe ihn regelrecht angebrüllt, dass wir richtig sind", erklärte von Zitzewitz.

Für VW war es bereits der neunte Tagessieg auf zehn Etappen.

Höchste Schwierigkeiten

Die insgesamt 862 Kilometer am Mittwoch verlangten den Piloten körperlich viel ab, obwohl die Wertungsprüfung nur 176 Kilometer hatte.

Davor lag aber ein 504 Kilometer langes Verbindungsstück, auf dem das Dakar-Tross auf 4748 Metern Höhe die Anden überquerte.

Von minus 7,5 Grad auf der Passhöhe ging es dann in den 36 Grad heißen Glutofen rund um Fiambala.

Coma baut Vorsprung aus

Besonders groß war die Strapaze für die Motorradfahrer.

Dort war der Spanier Marc Coma der schnellste und vergrößerte seinen Vorsprung auf Titelverteidiger und KTM-Markenkollege Cyril Despres (Frankreich) um weitere 9:56 Minuten auf insgesamt 18:10 Minuten.

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