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Nasser Al-Attiyah (r.) und Timo Gottschalk (l.) haben die Rallye Dakar gewonnen © getty

Das VW-Duo Gottschalk und Al-Attiyah gewinnt zum ersten Mal die Rallye Dakar. Der enttrohnte Champion holt die letzte Etappe.

Buenos Aires - Als der große Traum vom ersten Dakar-Sieg für Timo Gottschalk und Nasser Al-Attiyah Wirklichkeit geworden war, kletterten sie auf das Dach ihres Touareg und ließen sich mit VW-Motorsportdirektor Kris Nissen feiern.

Der Berliner Co-Pilot Timo Gottschalk und sein schneller Chauffeur aus Katar bescherten den Wolfsburgern beim Rallye-Klassiker in Argentinien und Chile den dritten Gesamstieg in Serie.

Auf der letzten Etappe mit 181 Wertungskilometern von Cordoba nach Buenos Aires ließen sie sich am Samstag ihren Vorsprung nicht mehr nehmen und schafften nach Platz zwei im Vorjahr diesmal den Sprung ganz nach vorn.

Gottschalk ist damit nach Andy Schulz (zuletzt 2003) und VW-Kollege Dirk von Zitzewitz (2009) der dritte deutsche Beifahrer innerhalb von neun Jahren, der den Rallye-Klassiker gewinnt.

Gottschalk: "Es ist ein Traum"

"Für mich ist der Dakar-Sieg ein Traum", sagte der 36 Jahre alte Gottschalk. Al-Attiyah hatte schon als 15-Jähriger seinem Vater versprochen, einmal die Dakar zu gewinnen und für den Pokal einen von zwei Plätzen in seinem Trophäenschrank freigehalten.

Der zweite ist reserviert für eine Olympische Goldmedaille, der der Weltklasse-Tontaubenschütze jetzt gerne 2012 in London bei seiner insgesamt fünften Teilnahme gewinnen würde. 2004 in Athen hatte er Platz vier belegt.

VW bleibt seit dem Wechsel der Rallye von Afrika nach Südamerika vor zwei Jahren ungeschlagen und feierte wie im Vorjahr einen Dreifachsieg.

Ein reines VW-Podium

Die beiden Siegerteams der Jahre 2009 und 2010, der Südafrikaner Giniel de Villiers und von Zitzewitz (Karlshof) sowie Carlos Sainz/Lucas Cruz (Spanien) machten auf den Plätzen zwei und drei das reine VW-Podium bei der Siegerzeremonie am Sonntag perfekt.

[kaltura id="0_fx0ktfzu" class="full_size" title="Ein Tag hinter den Kulissen"]

De Villiers/von Zitzewitz hatten nach mehr als 9618 Kilometern und rund 5000 Wertungskilometern einen Rückstand von 49:41 Minuten.

Vorjahressieger Sainz, der am Donnerstag durch einen Aufhängungsbruch mehr als eine Stunde und damit alle Siegchancen eingebüßt hatte, lag am Ende 1:20:38 Stunden zurück.

Nissen lobt Organisatoren

"Das war die härteste Dakar, an der wie je teilgenommen haben, für die Fahrer, Beifahrer und die Fahrzeuge. Es war die bestorganisierte Dakar, bei der wir je waren. Von außen betrachtet könnte man sagen, hier fahren nur VW-Autos und ein BMW. Das ist aber nicht der Fall. Am Start waren sieben BMW, ein Mini, zwei Hummer, mehrere Mitsubishi und Toyota sowie vier VW", sagte Nissen nach einer fast perfekten Vorstellung seiner Mannschaft.

Insgesamt 12 der 13 Tagessiege gingen an die Wolfsburger, nur einmal lag Dakar-Rekordgewinner Stephane Peterhansel (Frankreich) im BMW X3 des X-raid-Teams aus dem hessischen Trebur vorne.

"Wir haben dominiert"

"Dass wir dieses Rennen dominiert haben, liegt ganz klar daran, dass wir das beste Team der Welt in diesem Sport haben, der Race Touareg 3 ein gutes Stück besser ist als der Race Touareg 2 und dass alle Fahrer und Beifahrer das ganze Jahr konsequent genutzt haben, sich körperlich und geistig auf dieses Rennen vorzubereiten", sagte Nissen:

"Wir haben mit dem ganzen Paket einen guten Schritt nach vorne gemacht, Stephane Peterhansel mit dem BMW hat sich nicht so viel verbessert. Deswegen waren wir dominanter als 2010."

Schaulaufen für das Sieger-Duo

Al-Attiyah/Gottschalk sind jetzt die dritte Dakar-Siegerpaarung von VW, weil sie über die knapp zwei Wochen sehr konstant auf höchstem Niveau gefahren sind.

"Von all unseren Fahrern haben Nasser und Timo die wenigsten Fehler gemacht. Das ist der Grund dafür, dass sie vorne waren", sagte Nissen.

Nach dem Rückschlag für Sainz am Donnerstag waren die beiden letzten Etappen Richtung Buenos Aires für Al-Attiyah und Gottschalk fast nur noch ein besseres Schaulaufen.

Sainz holt Tagessieg

Zum Abschluss begnügten sie sich am Samstag mit Rang zwei, 38 Sekunden hinter Sainz, der seinen siebten Tagessieg holte.

Die Motorradwertung gewann zum dritten Mal nach 2006 und 2009 der Spanier Marc Coma. Der KTM-Pilot setzte sich mit 15:04 Minuten Vorsprung gegen Markenkollege und Vorjahressieger Cyril Despres aus Frankreich durch.

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