Die harte Lehrzeit des früheren Formel-1-Champions Kimi Räikkönen in der Rallye-WM geht weiter. Ein mehrfacher Überschlag beendete bei der Mexiko-Rallye unsanft Räikkönens zweiten Einsatz nach dem Wechsel ins Rallye-Lager. Der "Iceman" und sein Beifahrer Kaj Lindström blieben unverletzt, der Citroen C4 war jedoch so stark beschädigt, dass er nicht wieder repariert werden konnte.

"Es war sehr unglücklich. Das Auto ist kurz vor dem Ende einer Prüfung in einer sehr rutschigen Bremszone ausgebrochen, danach sind wir von der Straße gerutscht und haben uns ein paarmal überschlagen", sagte Räikkönen, der beim Saisonauftakt in Schweden sein Auto in einer Schneewand "vergraben" hatte. Vor dem Unfall auf der siebten Sonderprüfung hatte der 30-Jährige in Mexiko durch einen technischen Defekt viel Zeit verloren, war danach allerdings auf den folgenden Prüfungen auf den Plätzen acht, sieben und fünf gelandet.

"Das ist erst meine siebte Rallye. Ich lerne immer noch", sagte Räikkönen: "Meine größte Enttäuschung ist, dass ich nicht weiterfahren konnte, denn ich wollte so viel Zeit wie möglich im Auto verbringen. Ich hatte vorher ein ganz gutes Gefühl und wollte ausprobieren, was möglich ist."

Für den 3. von 13 WM-Läufen vom 31. März bis zum 3. April in Jordanien gibt sich der frühere Ferrari-Pilot dennoch zuversichtlich: "Ich bin sicher, dass wir beim nächsten Mal stärker zurückkommen werden. Und trotz der Enttäuschung: Ich genieße mein Rallye-Abenteuer."

Unterdessen ist Titelverteidiger Sebastien Loeb auf dem besten Weg, seinen ersten Saisonsieg zu feiern und die WM-Führung von Vize-Weltmeister Mikko Hirvonen zurückzuholen. Während Ford-Pilot Hirvonen nach der zweiten Etappe mit 1:59,0 Minuten Rückstand lediglich Fünfter ist, hat Citroen-Star Loeb (Frankreich) am zweiten Tag deutlich die Führung übernommen. Zweiter ist der nach dem ersten Tag noch führende Ex-Weltmeister Petter Solberg (Norwegen/55,5 Sekunden zurück) in einem privaten Citroen vor Räikkönens Teamkollegen im Citroen Junior-Team, dem Franzosen Sebastien Ogier (58,2 Sekunden).

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