VW-Werksfahrer Giniel de Villiers (Südafrika) und Co-Pilot Dirk von Zitzewitz (Karlshof) sind nach einem schweren Unfall bei der Silk-Way-Rallye in Russland ausgeschieden.

Das Dakar-Siegerduo von 2009, das am Dienstag mit dem dritten Tagessieg die Führung in der Gesamtwertung übernommen hatte, überschlug sich mit dem VW Touareg auf der fünften Etappe von Wolgograd nach Astrachan. De Villiers und von Zitzewitz blieben bei dem Unfall unverletzt, mussten aber aufgeben, weil die Kühlung des Autos zu stark beschädigt war.

Nach de Villiers Ausfall übernahm Teamkollege Carlos Sainz (Spanien), der als einziger VW-Pilot schon einen neuen Touareg der dritten Generation fährt, wieder die Führung. Der aktuelle Dakar-Sieger holte sich mit 1:53 Minuten Vorsprung vor Mark Miller (USA) in einem weiteren VW Touareg auch den Tagessieg.

In der Gesamtwertung liegt Sainz jetzt 13:15 Minuten vor den Teamkollegen Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Katar/Berlin), die sich in den Dünen festgefahren hatten und in der Tageswertung nur Dritte wurden (8:17 Minuten zurück).

Bester Nicht-VW-Pilot hinter dem drittplatzierten Miller (38:48 Minuten)ist der sechsmalige deutsche Rallye-Meister Mathias Kahle (Görlitz) in einem Buggy, allerdings bereits mit mehr als drei Stunden Rückstand.

Die Silk-Way-Rallye führt über insgesamt mehr als 4800 Kilometer von St. Petersburg in die Olympiastadt Sotschi am schwarzen Meer. Insgesamt stehen bis zum 18. September acht Etappen auf dem Programm. Die Rallye gilt als Generalprobe für die Dakar vom 1. bis 16. Januar 2011 in Argentinien und Chile, bei der Volkswagen den dritten Triumph in Folge anpeilt.

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