VW-Motorsportdirektor Kris Nissen hat sich in der Affäre um angebliche sexuelle Nötigung erstmals selbst zu Wort gemeldet und die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen.

"Die Vorwürfe gegen mich wegen sexueller Belästigung sind komplett haltlos. Es gibt nicht im Entferntesten einen Sex-Skandal. Dafür gibt es mehrere Zeugen, die den ganzen Abend mit mir in der Bar verbracht haben und dies auch bestätigen", sagte der Däne der "Braunschweiger Zeitung".

Das Nachrichtenmagazin "Focus" hatte von Vorfällen nach dem Formel-3-Saisonfinale im November in Macau berichtet. Dort soll Nissen in der Hotelbar einen weiblichen Gast beleidigt und an die Brust gefasst haben.

Außerdem sei der frühere DTM-Pilot noch gegen einen Audi-Mitarbeiter handgreiflich geworden, weil der sich geweigert habe, ihm ein Bier zu zahlen.

Einen Streit mit einem Audi-Mitarbeiter räumte Nissen ein. "Richtig ist, dass mir in einer Bar ein Audi-Mitarbeiter seinen Cocktail ins Bierglas gekippt hat. Daraufhin wollte ich, dass er mir ein neues bezahlt. Er lehnte ab, und es kam zum Disput. Das bedaure ich."

Nissen vermutet eine "inszenierte Kampagne". "Das, was gegenwärtig über mich kolportiert wird, ist Rufmord. Da denkt man schnell an eine inszenierte Kampagne, insbesondere zu einer Zeit, in der wir mit Nachdruck unseren Job am anderen Ende der Welt machen und unsere Siegesserie fortsetzen wollen. Für mich ist spannend, wer hinter der Intrige steckt. Der Schaden für mich persönlich, aber auch für Volkswagen ist enorm."

Der VW-Konzern hat eine interne Untersuchung eingeleitet.

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