VW-Motorsportdirektor Kris Nissen hat beim Ruhetag der Dakar-Rallye in der chilenischen Hafenstadt Arica die Anschuldigungen gegen seine Person erneut zurückgewiesen.

"Das sind alle haltlose Vorwürfe", sagte der Däne am Samstag in der offiziellen Medienrunde seines Teams: "Ich sowie viele Andere halten das fur eine gesteuerte Kampagne, um mir und/oder VW zu schaden."

Nissen war zuletzt in einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" unter anderem der sexuellen Nötigung beschuldigt worden. Der genannte Vorfall soll sich beim Formel-3-Weltfinale Ende November in Macau zugetragen haben. Der VW-Vorstand war von dieser Angelegenheit informiert worden, die Sache wird jetzt konzern-intern geprüft.

"Nach der Dakar werden VW und ich die Sache aufklären. Die Anwälte haben bereits gemeinsam angefangen", sagte Nissen.

Mehr Freude hat der frühere DTM-Pilot derzeit bei der Beurteilung der sportlichen Leistung seines Teams. Nach 6 von 13 Etappen liegt Titelverteidiger Carlos Sainz (Spanien) nach vier Tagessiegen mit 2:42 Minuten Vorsprung vor Teamkollege Nasser Al-Attiyah (Katar) und dessen Berliner Beifahrer Timo Gottschalk an der Spitze. Dakar-Rekordsieger Stephane Peterhansel (Frankreich) hat im BMW X3 des X-raid-Teams aus dem hessischen Trebur als Gesamtdritter schon 14:51 Minuten Rückstand.

"Die Doppelführung haben wir uns mit einer starken Teamleistung hart erarbeitet. Die gesamte Mannschaft arbeitet fehlerfrei. Darauf bin ich stolz", sagte Nissen: "Doch wir wissen auch: Wir haben viel erreicht, aber noch nichts gewonnen."

VW peilt den dritten Dakar-Sieg in Folge an. Vor Sainz hatten 2009 bei der ersten Austragung in Argentinien und Chile der Südafrikaner Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz aus Karlshof gewonnen, die in diesem Jahr derzeit auf Rang vier liegen (31:09 Minuten zurück).

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