Rekordweltmeister Sebastien Loeb hat zum Auftakt des doppelten Jubiläums der Rallye Deutschland Stärke demonstriert und vier der sechs Wertungsprüfungen gewonnen.
Beim neunten von dreizehn WM-Läufen liegt der Gesamtführende und achtmalige Champion mit seinem Citroen DS3 WRC in 1:22,18 Stunden mit 20,4 Sekunden vor Petter Solberg (Norwegen) im Ford Fiesta RS.
Dritter ist dessen Teamkollege Jari-Matti Latvala mit 29,4 Sekunden Rückstand, der Finne gewann die übrigen zwei Prüfungen hauchdünn vor Loeb.
Die Rallye Deutschland findet zum 30. Mal statt und hat zum zehnten Mal WM-Status. Sie führt bis Sonntag über insgesamt 15 Wertungsprüfungen.
Der 38 Jahre alte Loeb entschied bislang acht der neun deutschen WM-Läufe rund um Trier für sich. Im vergangenen Jahr hatte ein Reifenschaden den neunten Erfolg in Serie verhindert. Im WM-Klassement liegt er mit 171 Punkten vor seinem Teamkollegen Mikko Hirvonen (128/Finnland) und Solberg (104).
"Wir führen, das ist sehr gut", sagte Loeb nach Abschluss der ersten Etappe: "Aber es ist nicht leicht, ich pushe hart. Bei diesen Wetterbedingungen kann noch alles passieren." Nach heftigen Regenfällen in der Nacht zum Freitag waren Teile des sandigen Asphalts in den Weinbergen schwierig zu befahren.
Im leistungsschwächeren Skoda Fabia boten die Volkswagen-Werkspiloten eine starke Vorstellung. Vorjahressieger Sebastien Ogier (Frankreich) fuhr auf den zehnten Platz, die deutsche Rallye-Hoffnung Sepp Wiegand (Zwönitz) überzeugte bei seinem ersten Einsatz als 14.
"Die Nervosität hat sich gelegt", sagte der 21-Jährige, der 2011 den Rallye Junior Cup gewonnen hatte:
"Ich versuche keine unnötigen Risiken einzugehen und trotzdem jede Menge zu lernen." Vor dem WM-Einstieg 2013 mit dem Polo bereitet VW sich mit dem Fabia in der niedrigeren S2000-Klasse auf die neue Saison vor.
Derweil wurden drei der vier Zuschauer, die am Donnerstag während des "Shakedowns" verletzt worden waren, aus dem Krankenhaus entlassen.
Die vierte Person befindet sich weiter in ärztlicher Behandlung, ist aber nach Angaben der Mediziner auf dem Weg der Besserung. Am Donnerstag waren Reifenteile des Subarus von Nicolas Fuchs (Peru) in eine Zuschauergruppe geflogen.
Von den Weinbergen an der Mosel führt die Rallye es Samstag in den Hunsrück, wo die Fahrer unter anderem die "Panzerplatte" auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz erwartet.
Seinen Abschluss findet der WM-Lauf am Sonntag an der Porta Nigra, wo der Rundkurs "Circus Maximus" durch die Trierer Innenstadt führt.
