Der finanziell angeschlagene Automobil-Hersteller Opel kehrt im kommenden Jahr in den Motorsport zurück.

Beim international ausgerichteten Rallyeprogramm mit dem Opel Adam und einem nationalen Rundstreckenprogramm mit dem Astra OPC sollen dabei allerdings der Kundensport und die Nachwuchsförderung im Vordergrund stehen. Das gaben die Rüsselsheimer am Mittwoch bekannt.

Dass diese Aktivitäten mittelfristig eine Rückkehr in den Spitzensport vorbereiten sollen, wollte Opel weder bestätigen noch dementieren.

"Wir schließen nichts aus. Wir wollen jetzt aber da beginnen, wo die Kunden sind", sagte Opel-Sprecher Patrick Munsch: "Das ist derzeit einfach das richtige Maß für uns, mit dem wir unsere Sportsäule weiter ausbauen können."

Ab der Saison 2013 wird eine Rallye-Cupversion des Adam im Rahmen der ADAC Rallye Masters-Rennserie einen Markenpokal ausfahren.

In der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring werden Cup-Fahrzeuge auf Basis des Astra OPC in einer eigenen Klasse ebenfalls um einen Markenpokal kämpfen. Als Saisonhöhepunkt ist die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring vorgesehen.

Mit Rennfahrer-Legende Walther Röhrl feierte Opel in den siebziger und achtziger Jahren große Erfolge im Rallye-Sport, holte 1974 und 1979 den Europameistertitel und gewann 1982 die Rallye-WM. Aus der Tourenwagenserie DTM stieg Opel nach der Saison 2005 im Zuge eines Sanierungsprogramms des Mutterkonzerns General Motors aus.

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