Das deutsche Team X-raid um Titelverteidiger Stephane Peterhansel hat bei der Rallye Dakar Protest gegen eine Zeitgutschrift für das Duo Carlos Sainz/Timo Gottschalk (Spanien/Berlin) eingelegt.

Die Piloten des neuen Qatar-Buggys hatten auf der 2. Etappe am Sonntag an einem problematischen Wegpunkt bei Kilometer 74 wie viele andere Teilnehmer auch viel Zeit verloren.

Nach Angaben des Veranstalters ASO war dafür aber eine Störung beider GPS-Geräte an Bord die Ursache. Dies soll sicherstellen, dass die zu passierenden Wegpunkte im System validiert werden.

"Ich bin drei Mal um die Stelle herumgefahren, aber nichts passierte. Deshalb bin ich dann weitergefahren", sagte Sainz. Sainz/Gottschalk bekamen die rund 21 Minuten Zeitverlust des Tages gutgeschrieben und übernahmen so die Gesamtführung von Etappensieger Peterhansel (Frankreich).

Gegen diese Entscheidung legten neben X-raid auch Toyota und weitere Teams Beschwerde ein. Nach einer ersten Auswertung soll einer der GPS-Sender an der besagten Stelle funktioniert haben. Ein Erfolg des Protestes ist damit wahrscheinlich. Eine Entscheidung soll am Montagmittag (Ortszeit) fallen.

Dirk von Zitzewitz, der an der Seite von Giniel de Villiers am Sonntag im Toyota Hilux Rang zwei belegt hatte, zeigte sich verwundert. "Das klingt alles sehr komisch", sagte von Zitzewitz, räumte aber ein: "Timo mir gesagt, dass er den Wegpunkt sehr spät bekommen hätte."

Die dritte Etappe führte am Montag über 343 km von Pisco nach Nazca, davon wurden 243 km als Wertungsprüfung absolviert. Die Rallye endet am 20. Januar in Santiago/Chile.

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