vergrößern verkleinern
Thomas Bach ist seit Mai 2006 Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes © getty

Seine Kandidatur wirke sich positiv auf Münchens Bewerbung positiv aus, ist sich Bach sicher. Nun will er fit werden.

Hamburg - Beflügelt von der breiten Unterstützung aus Sport, Politik und Wirtschaft wird sich Thomas Bach mit voller Konzentration auf die Wahl des Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vorbereiten.

"Das ist wirklich eine großartige Ermutigung. Es sind jetzt noch vier Monate Wahlkampf, und jetzt begebe ich mich von hier ab ins Trainingslager, um dann fit zu sein für die entscheidenden Tage", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Sonntag am Rande der Internationalen Gartenschau in Hamburg.

Entscheidung im September

Dies war Bachs erster öffentlicher Auftritt hierzulande, nachdem er am 9. Mai als erster Bewerber offiziell seine Kandidatur für die Nachfolge von IOC-Chef Jacques Rogge bekannt gegeben hatte.

Die Entscheidung darüber fällt am 10. September auf der 125 IOC-Session in Buenos Aires.

Vorteil für München?

Der 59 Jahre alte Bach ist nach Willi Daume (1980) erst der zweite Deutsche, der das höchste Amt im Weltsport anstrebt.

Bach betonte, dass sein Traum von Olympia "immer lebt".

Seine Kandidatur und erst recht eine Wahl würden sich positiv auswirken auf die Stimmung für das Thema Olympia in Deutschland und eine mögliche Olympia-Bewerbung. Dies hätten ihm "alle Beteiligten unserer Wintersportverbände, der Oberbürgermeister von München und viele Menschen gesagt".

Dem müsse er nichts mehr hinzufügen, so Bach.

Busemann glaubt an Bach

Die zweimalige Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler, ebenfalls Gast der Gartenschau in Hamburg, zeigte sich begeistert von der Kandidatur Bachs.

"Ich finde es klasse und wahnsinnig spannend, dass Thomas Bach sich dem großen Ziel stellt. Ich glaube, er ist der fähigste Mann im IOC nach Rogge. Das wäre toll, wenn es Thomas Bach macht, dann haben Olympische Spiele in Deutschland vielleicht mal wieder eine Chance. Er kann das positiv beeinflussen", sagte die Ex-Weltrekordlerin.

Frank Busemann, der Zehnkampf-Olympiazweite von Atlanta 1996, sagte: "Das wäre für Deutschland ein Riesenschritt. Er ist Funktionär durch und durch und kommt aus dem Sport. Die Chancen, dass Thomas Bach Präsident wird, schätze ich sehr hoch ein, weil er kein unbeschriebenes Blatt ist. Ich glaube schon, dass die Chancen weit über 50 bis 60 Prozent liegen."

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel