400-m-Olympiasieger LaShawn Merritt darf nach seiner 21-monatigen Dopingsperre endgültig nicht bei den Sommerspielen 2012 in London starten.

Das bestätigte Thomas Bach, Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), während der Exekutivtagung am Mittwoch in Lausanne/Schweiz zum Fall des US-Leichtathleten. Merritt hatte durch die Einnahme eines Mittels zur Penis-Vergrößerung für erhebliches Aufsehen gesorgt.

Laut Bach greift auch im Fall von Olympiasieger und Weltmeister Merritt die Regel 45, nach der Athleten für die nächsten Spiele nicht zugelassen werden, wenn sie wegen Dopings mehr als sechs Monate ihr Startrecht verloren hatten. Diesen Grundsatz habe nun in Lausanne die IOC-Athletenkommission bestätigt.

Merritt, vom 28. Oktober 2009 bis Juli 2011 gesperrt, war vom amerikanischen Sportschiedsgericht unter Berufung auf die Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA mit Blick auf London für startberechtigt erklärt worden. Laut Bach dominiert die IOC-Bestimmung jedoch die WADA-Regel.

Merritt, der nun den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne erwägt, war zwischen Oktober 2009 und Januar 2010 bei insgesamt drei Kontrollen positiv auf ein anaboles Steroid getestet und bereits im April vorübergehend suspendiert worden.

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