Millionen von Briten sind verärgert darüber, dass das Umfeld von Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi Hunderte von Tickets für Olympia 2012 in London erhält.

Viele Briten waren vergangene Woche mit ihrer Hoffnung auf überschüssige Eintrittskarten für die Sommerspiele gescheitert.

"Wir sind konsterniert ob der Tatsache, dass ein Land, das wir ins Abseits stellen wollen, mit seinen Führungspersönlichkeiten diesen Vorzug genießt. Das könnte die Spiele stören", sagte ein Parlamentarier dem Londoner Daily Telegraph angesichts der stark von Großbritannien getragenen Bombenangriffe der NATO in Libyen.

Jedes Nationale Olympische Komitee (NOK) erhält nach einem speziellen Schlüssel ein Kartenkontingent für Olympia. Das Problem in Libyen ist, dass Gaddafis Sohn Muhammad als NOK-Präsident über diese Tickets frei verfügen darf.

Sein Vater kann persönlich nicht davon profitieren, weil der selbsternannte Revolutionsführer nach der Gewalt gegen sein Volk durch die USA, die Vereinten Nationen und die Europäische Union ein internationales Reiseverbot erhielt.

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