Rom hat seine Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2020 zurückgezogen. Italiens Regierung um Ministerpräsident Mario Monti gab am Dienstag bekannt, die Kandidatur der Haupstadt für die Ausrichtung der Spiele nicht zu unterstützen.

Das italienische Kabinett sei zwar bereit, die nötigen Finanzgarantien für die Kandidatur zu verabschieden, sagte Monti nach einem Treffen mit dem Bewerbungs-Komitee, "wir können aber in der jetzigen Wirtschaftslage nicht die Gelder der Steuerzahler für ein großes Projekt wie die Olympischen Spiele investieren."

Der Präsident des Bewerbungs-Komitees, Mario Pescante, zeigte sich enttäuscht.

"Wir versäumen eine große Gelegenheit. Wir akzeptieren mit großer Verbitterung den Beschluss der Regierung", sagte Pescante. Rom hätte die Unterstützung der Regierung spätestens bis Mittwoch beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nachweisen müssen.

60 italienische Spitzenathleten hatten in den vergangenen Tagen einen Appell an die Regierung Monti unterzeichnet, in dem sie ihre Unterstützung für Roms Kandidatur forderten.

Unterschrieben wurde der Appell unter anderen von Fußball-Nationaltorwart Gianluigi Buffon, Motorrad-Champion Valentino Rossi und Schwimmstar Federica Pellegrini.

Für die Spiele 2020 sind damit noch Tokio, Baku, Doha und Madrid im Rennen.

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