Der frühere Kugelstoß-Europameister Ralf Bartels hat mit 19,74 m im nordhessischen Frankenberg auch seine letzte sportliche Chance auf die Erfüllung der Olympia-Norm vergeben.

Der Neubrandenburger darf aber möglicherweise auf eine Härtefall-Regelung hoffen, die der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einbringen könnte.

Die Entscheidung fällt am Montag. Die letzte DOSB-Nominierung für London erfolgt am Mittwoch in Frankfurt/Main.

Der 34-Jährige, der zuletzt wegen einer Knie-Operation eine viereinhalbwöchige Zwangspause hatte einlegen müssen und daher auch auf die EM in Helsinki verzichtete, stieß die Kugel in Frankenberg als Sieger nur auf 19,74 m.

Die geforderte Weite für die Qualifikation zu den Sommerspielen in London (27. Juli bis 12. August) liegt bei 20,50 m. Bei seiner bisherigen Saisonbestweite im Mai in Halle hatten dem Neubrandenburger Bartels 20 Zentimeter zu dieser Marke gefehlt.

Hinter Bartels wurde Marco Schmidt (Sindelfingen), der am Freitag in Helsinki Achter wurde, mit 19,49 Metern in Frankenberg Zweiter.

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