Rekord-Olympiasieger Michael Phelps wird seine acht Goldmedaillen von Peking bei den Sommerspielen in London (27. Juli bis 12. August) nicht wiederholen können und verzichtet auf das Duell mit Paul Biedermann.

Der Trainer des US-amerikanischen Schwimmstars, Bob Bowman, verkündete über seinen Twitter-Account, dass Phelps über 200 m Freistil nicht an den Start gehen und damit auch nicht auf den Weltrekordler Biedermann treffen werde. "Michael wird die 200 m Freistil aus seinem Programm streichen. Somit bleiben ihm noch sieben andere Rennen", schrieb Bowman. "Diese Änderung wird es ihm ermöglichen, mehr Energie auf die Staffeln zu verwenden."

Damit kann Phelps, bisher 14-maliger Olympiasieger, in der britischen Hauptstadt auch keine Revanche für seine Niederlage gegen Landsmann und Erzrivale Ryan Lochte bei den Weltmeisterschaften in Shanghai im vergangenen Jahr nehmen. Bei den US-Trials in Omaha/Nebraska hatte er seinen Widersacher über die 200 m zwar knapp bezwungen, die Niederlage in China dürfte dadurch aber noch nicht vergessen sein.

Dagegen steigen durch Phelps' Verzicht die Medaillenchancen des deutschen Weltrekordlers und dreifachen WM-Dritten Biedermann (Halle/Saale). Fachleute erwarten in London über 200 m Freistil eines der spannendsten Rennen aller Zeiten. Neben Weltmeister Lochte und Biedermann werden unter anderem dem französischen Jahresweltbesten Yannick Agnel große Chancen auf Edelmetall eingeräumt.

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