Wilhelm Schänzer sieht rund zwei Wochen vor den Olympischen Spielen in London bei der Jagd auf Dopingsünder Fortschritte.

Zwar seien die Doper den Fahndern nach wie vor einen Schritt voraus.

"Der Abstand ist aber deutlich geringer geworden. Da die Testverfahren verfeinert worden sind, sind die Chance gestiegen, Sportler zu entdecken, die anabole Steroide zur Leistungssteigerung einsetzen", sagte der Leiter des Instituts für Biochemie der Sporthochschule Köln im Interview mit dem "Kölner Stadtanzeiger"

"Die Athleten müssen damit rechnen, dass sie erwischt werden, wenn sie zwei, drei Wochen vor den Olympischen Spielen noch anabole Substanzen eingenommen haben", so Schänzer.

Aus seiner Sicht ist die regelwidrige Nutzung körpereigener Substanzen derzeit das größte Probleme der Dopingfahnder:

"Wenn die Substanzen körperfremd sind, haben wir in den letzten Jahren schnell Nachweisverfahren entwickeln können. Wenn ein Sportler geschickt dopt, dann benutzt er körperidentische Substanzen: Testosteron, Wachstumshormon, Insulin und wahrscheinlich IGF1."

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