DOSB-Präsident Thomas Bach hat die Freigabe aller Akten zum Olympia-Attentat 1972 in München und eine neue Untersuchung der Ereignisse gefordert.

"Welche Hintergründe gab es, wie waren die genauen Abläufe damals - da besteht erheblicher Aufklärungsbedarf", sagte der IOC-Vizepräsident der "Süddeutschen Zeitung".

Bach stellte sich zudem hinter die Forderung der Angehörigen der Attentatsopfer, vollen Zugang zu allen Unterlagen zu bekommen. "Diesen Ruf nach Aufklärung unterstütze ich voll", sagte er.

Die Kritik am Verzicht auf eine Schweigeminute bei den Olympischen Spielen in London wies Bach derweil zurück.

"Man darf die Diskussion nicht auf die Frage einer Schweigeminute verengen. Das IOC hat - beginnend mit der Trauerfeier 1972 - immer wieder der Ereignisse gedacht", sagte Bach.

Es gehe nicht um die Frage, ob man gedenke, sondern wie man würdig gedenke. "Und dazu gibt es eben verschiedene Meinungen, im übrigen auch in Israel."

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