Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich macht dem deutschen Sport wenig Hoffnung auf eine bessere finanzielle Ausstattung und fordert stattdessen eine effizientere Nutzung der vorhandenen Mittel.

"Sportlicher Erfolg ist doch keine Frage des Geldes. Sonst würden ja die reichsten Länder immer die meisten Medaillen gewinnen", sagte der CSU-Politiker im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Im Haushalt ist eine Schuldenbremse vereinbart. Es kann jetzt nicht in erster Linie um mehr Geld gehen, sondern wir müssen Wege finden, die Effizienz zu steigern."

Zuletzt hatte Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), eine Aufstockung der Mittel bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro um 25 Millionen Euro gefordert. Ansonsten sei das Ziel, in Brasilien genauso gut abzuschneiden wie in London (44 Medaillen), nicht zu erreichen.

Friedrich stellte zudem einen Paradigmenwechsel in der deutschen Sportförderung in den Raum und denkt über eine Konzentration der Mittel auf erfolgsversprechende Sportarten nach.

"Wir waren immer stolz darauf, dass wir die olympischen Sportarten in großer Breite fördern. Rein emotional würde ich gerne daran festhalten. Aber notwendige strukturelle Überlegungen kann ich nicht ausschließen", sagte Friedrich.

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