Prestigeverlust für die ersten Europaspiele 2015 in Baku: Die zentrale Olympia-Sportart Leichtathletik hat sich endgültig gegen die Teilnahme ausgesprochen. Dies erklärte Nick Davies, stellvertretender Generalsekretär des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF. Damit bekräftigte er das Nein des Europaverbandes EAA.

Nach der 12 bis 14 Wettkampftage umfassenden Premiere der Spiele in Aserbaidschan, die privatwirtschaftlich finanziert werden, soll eine Entscheidung über die Fortführung der Veranstaltung fallen.

Dies hatte die Führung der Nationalen Olympischen Komitees Europas (EOC) in Rom mit 38:8 Stimmen bei zwei Enthaltungen beschlossen. Baku war einziger Bewerber, EOC-Präsident Patrick Hickey (Irland) ihr großer Befürworter.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte den Europaspielen trotz erst ablehnender Haltung letztlich zugestimmt.

"Es ist erst einmal ein Testlauf in rund 15 olympischen und nichtolympischen Sportarten. Dabei werden jeweils nicht alle Disziplinen ausgetragen. Darum waren wir am Ende auch dafür", hatte DOSB-Präsident Thomas Bach erklärt.

Die deutsche Zustimmung war außerdem geknüpft an die beschlossene Auswertung der Premieren-Erfahrungen vor einer Entscheidung über weitere Austragungen.