Funktionär Helmut Digel hat vor einem finanziellen Größenwahn bei Olympia gewarnt.

"Für die olympische Bewegung wäre es angebracht, dass sie sich anstelle einer Vergrößerung um eine Verkleinerung und um finanzierbare Spiele bemüht", schreibt der langjährige Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) in einem Gastbeitrag für die "Stuttgarter Zeitung" (Samstagsausgabe).

Laut Digel, seit 2007 Council-Mitglied des Weltverbands IAAF, hätten die Olympischen Spiele eine Größe erreicht, die kritisch sei.

"Sollten sich die europäischen Demokratien auf Dauer gegen Olympia aussprechen, weil sie volkswirtschaftlich nicht mehr zu verantworten sind, wäre dies der Anfang eines absehbaren Endes", schreibt der emeritierte Soziologieprofessor.

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