Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die geplante Verschärfung des Arzneimittelgesetzes im Kampf gegen Doping begrüßt.

Das zusätzliche Erwerbsverbot für Dopingmittel "entspricht den Forderungen der Mitgliederversammlung des DOSB", sagte DOSB-Präsident Thomas Bach:

"Damit wird ein besserer Zugriff auf die Hintermänner des Dopings ermöglicht, damit der Dopingsumpf im Umfeld der Athleten trockengelegt werden kann."

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung, demzufolge nicht nur der Besitz nicht geringer Mengen Dopingmittel, sondern auch deren Erwerb strafbar sein soll, bedarf laut Gesundheitsministerium nicht der Zustimmung des Bundesrates und soll noch vor der parlamentarischen Sommerpause vom Deutschen Bundestag beschlossen werden. Im Juli 2013 könnte das Gesetz in Kraft treten.

Das Erwerbsverbot würde den Druck auf die Doping-Drahtzieher erhöhen. Für die gedopten Sportler würde sich die Situation dagegen kaum verschärfen. Ein Anti-Doping-Gesetz, das die rot-grüne Landesregierung in Baden-Württemberg am 3. Mai per Gesetzentwurf im Bundesrat auf den Weg bringen will, hatte der DOSB bislang äußerst kritisch gesehen.

DOSB-Generaldirektor Michael Vesper sieht in den unterschiedlichen Grundausrichtungen des Straf- und der Sportgerichtsbarkeit Konfliktpotenzial. "Das Nebeneinander beider Gerichtsbarkeiten ist ein Risiko für die Effektivität der Sportgerichtsbarkeit", hatte Vesper Mitte März auf einer Podiumsdiskussion in Stuttgart gesagt.

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