Jacques Rogge will einen festbezahlten Nachfolger als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Viereinhalb Monate vor seinem Ausscheiden aus dem Amt erklärte der 70 Jahre alte Belgier im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung", er schlage der IOC-Exekutive vor, "den bezahlten Präsidenten zu bewilligen."

Damit vertritt Rogge eine ganz ähnliche Auffassung wie IOC-Vizepräsident Thomas Bach, der als sein aussichtsreichster Nachfolger gilt.

Der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hatte im Dezember erklärt, er könne sich vorstellen, dass ein DOSB-Präsident wie auch andere Präsidenten internationaler oder nationaler Fachverbände künftig finanziell honoriert werden könnten, wenn es dem besten Kandidaten nicht möglich sei, die Position als Ehrenamt auszuüben.

Bach hat bisher noch nicht bekannt gegeben, ob er für das höchste IOC-Amt kandidieren will.

Bewerber müssen dem IOC ihr Interesse bis zum 7. Juni offiziell mitteilen. Drei Monate später wird am 7. September der Rogge-Nachfolger auf der 125. IOC-Session in Buenos Aires gewählt.

Rogge sagte im "SZ"-Interview: "Heute ist es so, dass es unabhängige Leute braucht für dieses Amt. Aber was passiert, wenn wir einen jungen Kandidaten haben, der Kinder im Schul- oder Studienalter hat? Der muss Familie versorgen, also Geld verdienen."

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