Weniger als eine Woche vor der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2020 glaubt Kandidat Tokio trotz der neuerlichen Störfälle im havarierten Atomkraftwerk Fukushima nicht an negative Auswirkungen auf seine Bewerbung.

"Fukushima stellt für Tokio kein Risiko dar. Das alltägliche Leben läuft ganz normal weiter", sagte Tsunekazu Takeda, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Japan, der Nachrichtenagentur "AFP".

"Die Luft- und Wasserqualität ist sicher. Und unser Hauptaugenmerk liegt weiterhin darauf, tolle, sichere Spiele auszurichten", sagte Takeda. Die Äußerungen des 65-Jährigen kamen allerdings noch bevor die Betreibergesellschaft Tepco am Wochenende von teilweise deutlich erhöhter Strahlenbelastung berichtete.

An einem der Wassertanks wurde eine Belastung von 1800 Millisievert pro Stunde gemessen.

Dies würde für einen Menschen nach vier Stunden den Tod bedeuten. In der vergangenen Woche hatte Tepco zudem mitgeteilt, dass 300 Tonnen verseuchtes Wasser ausgetreten seien.

Gut drei Jahre nach der Natur- und Atomkatastrophe in Japan hofft Tokio am Samstag auf den Zuschlag durch das Internationale Olympische Komitee (IOC), das auf seiner Vollversammlung in Buenos Aires über den Gastgeber entscheidet.

Tokios Rivalen sind Istanbul und Madrid.

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