Bach-Herausforderer Richard Carrion geht im Sechskampf um das wichtigste Amt im Weltsport mit großer Zuversicht in den Endspurt.

Sechs Tage vor der Wahl des neuen IOC-Präsidenten sah sich der Banker aus Puerto Rico genau im Plan.

"Ich bin guter Dinge. Ich bin genau da, wo ich zu diesem Zeitpunkt sein wollte", sagte der Vorsitzende der IOC-Finanzkommission in Buenos Aires.

Der 60-Jährige gilt als härtester Rivale des Favoriten Thomas Bach.

Die 125. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) entscheidet am 10. September, wer als neunter IOC-Präsident Nachfolger des scheidenden Belgiers Jacques Rogge wird.

Carrion glaubt, dass sich knapp 20 Prozent der stimmberechtigten IOC-Mitglieder noch nicht auf einen Kandidaten festgelegt haben: "Ich werde bis zur letzten Sekunde hart arbeiten."

Mit heftiger Eigenwerbung tue er sich schwer. "Ich bin eher schüchtern. Ich möchte meine IOC-Kollegen nicht in Stress versetzen", erklärte der Chef von Puerto Ricos Banco Popular und bekräftigte, er möchte nicht auf seine Rolle als Finanzexperte reduziert werden: "Geld war nie das Wichtigste in meinem Leben. Das hat mich nie motiviert."

Er sei kein eindimensionaler Finanzmann und dies habe er inzwischen seinen IOC-Kollegen vermitteln können. Carrion bestätigte zudem, dass er im Falle seiner Wahl seinen Posten als Vorstandsmitglied bei der elitären New Yorker Notenbank Federal Reserve aufgeben würde: "Diesen Sitz würde ich abgeben."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel