Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat den Druck auf das im vergangenen Dezember ausgeschlossene Nationale Olympische Komitee von Indien erhöht.

Man werde erst dann die Gründung eines neuen NOK-Präsidiums in dem Land gestatten, wenn es satzungsgemäß ausgeschlossen sei, dass unter Korruptionsverdacht stehende Kandidaten gewählt werden können.

"Wir fordern hierfür eine schriftliche Garantie, erst dann sind wir bereit, Neuwahlen zu akzeptieren", heißt es in einem in Buenos Aires veröffentlichten Statement des IOC.

Die Indian Olympic Association (IOA) war Anfang Dezember 2012 aus dem IOC ausgeschlossen worden, weil sie an einem wegen Korruption verurteilten Funktionär festgehalten hatte. Trotz elfmonatiger Gefängnisstrafe auf Bewährung wurde Lalit Bhanot am 5. Dezember zum IOA-Generalsekretär gewählt - für das IOC ein klarer Verstoß gegen seine Charta.

Indische Sportler dürfen bis zur Aufhebung des Bannes nicht mehr bei Olympischen Spielen starten, Funktionäre nicht mehr an IOC-Sitzungen teilnehmen. Ein Gericht in Neu Delhi hatte angeordnet, die IOA müsse ihre Wahlen nach Regierungsstatuten abhalten. Nach diesen war die Wahl von Bhanot trotz der Korruptions-Affäre möglich.

"Wir alle wollen, dass Indien in die IOC-Familie zurückkehrt, aber wie können wir uns gegen die Gesetze in unserem Land stellen", sagte IOA-Vizepräsident Tarlochan Singh. Dies sei eine ausgesprochen schwierige Situation für die olympische Bewegung in Indien.

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