Thomas Bach hat Spekulationen zurückgewiesen, bei seinem möglichen Aufstieg zum IOC-Präsidenten Kollegen für ihre Unterstützung im Wahlkampf zu belohnen.

"Es gibt keine Wahlversprechen. Das bezieht sich auf Sachthemen, aber auch auf Personen", erklärte der IOC-Vize aus Tauberbischofsheim am Freitag. "Ich habe Ideen und Pläne, über die Ausgestaltung muss man sich unterhalten."

Der Jurist aus Tauberbischofsheim geht als Favorit in das Votum am Dienstag in Buenos Aires. Er musste im Endspurt des Bewerbungsmarathons aber auch immer wieder Kritik einstecken. Einige Medien monierten, er habe kritische Fragen zu seiner Vergangenheit von seinem Anwalt Christian Schertz abwehren lassen.

"Ich bin immer offen für sachliche und konstruktive Kritik, aber alles hat seine Grenzen", sagte Bach. "Wenn es klar unter die Gürtellinie geht, finde ich es legitim, sich zu wehren. Alles muss man sich nicht gefallen lassen." Die 125. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wählt an diesem Dienstag den Nachfolger des scheidenden Belgiers Jacques Rogge.

Als härteste Rivalen von Bach gelten der Banker Richard Carrion (Puerto Rico) und der Unternehmer Ng Ser Miang (Singapur). Den restlichen Kandidaten, Denis Oswald (Schweiz), Sergej Bubka (Ukraine) und Wu Ching-Kuo (Taiwan), werden nur Außenseiterchancen eingeräumt.

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