Thomas Bach ist der ideale IOC-Präsident, weil er "Olympia in seiner DNA" hat. Diese Meinung vertrat Michael Vesper, der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), im Gespräch mit dem "Darmstädter Echo".

Dazu verfüge Bach über ein Höchstmaß an sportpolitischer Erfahrung und erfahre im IOC "durch seine langjährige Tätigkeit als Vize-Präsident, Chef der Juristischen Kommission und zahlreicher Disziplinarkommissionen große Unterstützung und Anerkennung".

Bach sei durch das umstrittene Interview des kuwaitischen Scheichs Al-Sabah, in dem dieser Bach regelwidrig seine volle Unterstützung zugesagt hatte, auch keinesfalls ins Visier der IOC-Ethikkommission geraten. "Sie befasst sich nicht mit Thomas Bach, denn er hat sich strikt an die Regeln gehalten", sagte Vesper.

Es sei außerdem absurd, Bach vorzuwerfen, er behindere die Aufklärung der Dopingvergangenheit in Westdeutschland: "Denn er war es ja, der die jetzt diskutierte Studie überhaupt erst angeregt hat. "

Bei der Wahl der Olympiastadt 2020 sieht der DOSB-"General" keinen so eindeutigen Favoriten. Vielleicht, so Vesper, habe Tokio bei den bisherigen Präsentationen "hauchdünn vorn" gelegen, aber "das ist nur mein persönlicher Eindruck".

Die Katastrophe von Fukushima werde das IOC seiner Meinung nach weder in die eine noch in die andere Richtung beeinflussen: "Die Mitglieder entscheiden nach einem Bündel von Kriterien, wie dem Sportkonzept, Fragen der Nachhaltigkeit, der Zustimmung der Bevölkerung, der Sicherheit und nicht zuletzt des olympischen Erbes."

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