Die Ethik-Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist nach den Attacken des Schweizer Präsidentschaftskandidaten Denis Oswald gegen den deutschen Wahlfavoriten Thomas Bach aktiv geworden.

Nach Auswertung des betreffenden Radiointerviews sei Oswald "an die Verhaltensregeln erinnert" worden, sagte eine IOC-Sprecherin der "ARD".

Und weiter: "Herr Oswald hat zugegeben, dass er mehr gesagt hat als beabsichtigt und hat gegenüber dem IOC sein Bedauern bekundet."

Oswald hatte Bach scharf wegen dessen Kontakten zum einflussreichen kuwaitischen Scheich und IOC-Mitglied Ahmad al-Sabah kritisiert.

"Ich möchte einen unabhängigen Kandidaten, der nicht auf bestimmte Allianzen angewiesen ist und der seine Position für nichts anderes nutzt als zum Wohle des Sports", sagte Oswald dem öffentlich-rechtlichen Schweizer Radiosender "RTF": "Die Mitglieder müssen ihre Wahl treffen, und einige mögen die Verknüpfungen zwischen Bach und Kuwait nicht."

In einem "ARD"-Interview hatte sich der Scheich als Wahlhelfer Bachs zu erkennen gegeben und eine nicht näher beschriebene Abmachung zwischen ihm und Bach erwähnt.

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