Olympia macht's möglich: Trotz anhaltender diplomatischer Missstimmungen haben Japan und Südkorea nach der Vergabe der Sommerspiele 2020 an die japanische Hauptstadt Tokio eine olympische Kooperation beschlossen.

Vertreter beider Nationalen Olympischen Komitees (NOK) beschlossen nach der Entscheidung im Rahmen der IOC-Session in Buenos Aires, Offizielle zur Unterstützung des jeweils anderen Landes zu entsenden.

2018 finden die Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang statt.

"Wir befinden uns in schwierigen Zeiten, aber wir haben gute Beziehungen im Sport", sagte Japans NOK-Chef Tsunekazu Takeda der nationalen Nachrichtenagentur Jiji-Press.

Die Spannungen zwischen den beiden asiatischen Ländern beruhen auf der japanischen Besatzung der koreanischen Halbinsel Anfang des vergangenen Jahrhunderts.

Korea wurde 1910 als Provinz ins Kaiserreich Japan eingegliedert, dieser Zustand wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg beendet, als die Halbinsel von den Alliierten 1945 in den Nord- und Südkorea aufgeteilt wurde.

Noch immer aber streiten sich Südkorea und Japan um eine kleine Inselgruppe (Liancourt-Felsen) im Japanischen Meer.

Auch lösen Besuche hochrangiger japanischer Politiker im Yasukuni-Schrein stets Empörung in Südkorea aus. In dem Schrein werden unter anderem japanische Kriegsverbrecher geehrt.

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